Vollsperrung an der Marienbrücke

Vollsperrung an der Marienbrücke

Marienbrücke Arnsberg Sperrung sorgt für Stau und Kritik

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Die Vollsperrung der Marienbrücke hat Arnsberg vor eine Belastungsprobe gestellt. Nach der teilweisen Freigabe schwingt die Frage mit, wie viel Raum Autos haben sollen – und welche Rolle der öffentliche Nahverkehr spielt.

Seit Freitagmittag ist die Marienbrücke in Arnsberg wieder einspurig freigegeben. Autofahrer, die aus Fahrtrichtung Altstadttunnel kommen, können die Brücke befahren. Die Gegenfahrbahn bleibt wegen des maroden Zustands der Brücke weiter gesperrt. Der wird den Verkehr in Arnsberg wohl noch länger beeinträchtigen.

Gegen vier Uhr nachmittags hatten sich die Straßen durch die Arnsberger Innenstadt im Navi dunkelrot verfärbt: Stau. Ursache ist die Vollsperrung der Marienbrücke. "Verschärft wird das noch, weil die Busse hier direkt auf der Fahrbahn halten und nicht in eigenen Buchten“, sagt der Arnsberger Eberhard Schulte.

Die teilweise Freigabe der Marienbrücke jetzt ist nur eine leichte Entspannung - auf Zeit.

Zwei Brücken verbinden die Stadtteile

In Arnsberg verbinden die Marienbrücke und die Klosterbrücke die Altstadt mit der Neustadt. Auf beiden Seiten befinden sich zahlreiche Behörden, Gerichte, Kammern und weitere Institutionen mit vielen Beschäftigten, die täglich in die Stadt pendeln und sie am Nachmittag wieder verlassen.

Bereits vor drei Jahren wurde die Marienbrücke aufgrund erheblicher Bauschäden teilweise gesperrt. Es folgten zahlreiche Abstimmungsgespräche, Untersuchungen und Planungen. Seither schiebt sich der Individualverkehr Tag für Tag mühsam durch die Straßen der Stadt.

Abriss rückt näher

Nun plant die Stadt, die marode Brücke im Herbst 2027 abzureißen. Zur Vorbereitung des Großprojekts mussten bis heute Strom-, Gas- und Wasserleitungen neu verlegt werden. Dafür wurde die Brücke vier Wochen lang komplett gesperrt – ein Vorgeschmack auf die bevorstehende, fast zweijährige Sperrung.

Vollsperrung an der Marienbrücke

Der Standort der Bushaltestelle an der Klosterbrücke ist umstritten.

Zwar hat die Stadt eine Umleitungsstrecke eingerichtet. Dennoch verlagert sich ein großer Teil des Verkehrs offenbar weiterhin auf die verbleibende Klosterbrücke. Städtebaulich ist die Lage besonders: Innerhalb weniger Meter befinden sich zwei Zebrastreifen, die Busse halten direkt auf der Fahrbahn.

Sorge um Sicherheit

Renas Abdelfattah arbeitet seit fünf Jahren in einem Imbiss unmittelbar an den gegenüberliegenden Bushaltestellen. "Für Fußgänger ist das gefährlich, weil viele Autofahrer davon ausgehen, dass die Menschen nur auf den Bus warten. Dadurch entstehen schnell riskante Situationen“, sagt er.

Sowohl er als auch Eberhard Schulte sind überzeugt, dass eine Verlegung der Bushaltestelle die Verkehrssituation zumindest teilweise entspannen könnte. Für die Stadt ist das keine Option: "Die Lage der Bushaltestellen entspricht den städtischen Zielen, den ÖPNV zu stärken und attraktiv zu halten.“

Mobilitätskonzept setzt auf ÖPNV

Die Stadt verweist dabei auf ihr Mobilitätskonzept. Dieses verfolgt das Ziel, den Verkehr durch die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs umzubauen und gleichzeitig den Individualverkehr zu reduzieren.

Marienbrücke Arnsberg: Sperrung sorgt für Stau und Kritik

WDR 05.06.2026 00:47 Min. Verfügbar bis 02.06.2028

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Unsere Quellen:

  • Stadt Arnsberg
  • WDR-Gespräch mit Arrnsberger Passanten
  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort

Sendung: WDR.de, Marienbrücke Arnsberg: Sperrung sorgt für Kritik, 05.06.2026, 5:06 Uhr

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