Der Zoll und weitere Ermittlungsbehörden haben bei einer bundesweiten Razzia am Dienstag (24.03.) zahlreiche Objekte durchsucht. Der Schwerpunkt lag im Ruhrgebiet, unter anderem in Duisburg, Essen und Mülheim. Insgesamt waren mehrere hundert Einsatzkräfte beteiligt.
Steuerhinterziehung im Millionenbereich
Im Fokus steht eine Transportfirma, deren Verantwortliche Fahrer bar bezahlt haben sollen, um Sozialabgaben zu umgehen. Es geht laut den Ermittlern um einen Schaden im zweistelligen Millionenbereich. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen möglicher bandenmäßiger Steuerhinterziehung.
Viel Bargeld und E‑Lastenräder sichergestellt
Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Behörden 170.000 Euro Bargeld. Auch mehrere E‑Lastenräder wurden aus Firmen- und Privaträumen beschlagnahmt. Die Ermittler haben dabei drei Verdächtige verhaftet: den 39‑jährigen Hauptbeschuldigten sowie einen 29‑jährigen Mann und eine 26‑jährige Frau. Sie sollen eine zentrale Rolle im operativen Ablauf des Unternehmens gespielt haben und maßgeblich in das mutmaßliche System eingebunden gewesen sein.
Auswertung des Beweismaterials läuft an
An die Durchsuchungen schließt sich nun die Auswertung der beschlagnahmten Unterlagen und Datenträger an. Diese Ermittlungen dauern an. Mit einer möglichen Anklage wird erst in einigen Monaten gerechnet.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung von ZeFin NRW, Hauptzollamt Duisburg & LBF NRW
- Informationen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 25.03.2026, 17:31 Uhr