Die Planungen für eine innerstädtische Seilbahn in Herne haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wie die Stadt Herne am Dienstag (16.12.2025) mitteilt, ist der Weg frei für die Gründung der Herner Seilbahngesellschaft.
Zusammenarbeit mit großem Player kommt
Die Straßenbahn Herne-Castrop-Rauxel GmbH - kurz HCR - wird dafür mit der Transdev GmbH zusammengehen. Trandev ist einer der größten privaten Mobilitätsanbieter in Deutschland und Teil eines der größten Verkehrsunternehmen weltweit.
Das Bundeskartellamt hatte Anfang Dezember mitgeteilt, dass es keine Bedenken gegen diese Partnerschaft hat. Jetzt ist auch die Frist für anderweitige Einsprüche dagegen abgelaufen. Der Notartermin für die Gründung der Herner Seilbahngesellschaft werde voraussichtlich Ende Januar stattfinden, so die Stadt Herne.
Die beiden Unternehmen werden dann gemeinsam als Seilbahnbetreiber in Herne agieren. Transdev bringt dabei eine große Expertise als Betreiber von urbanen Seilbahnen als öffentliche Verkehrsmittel mit. Erst am Wochenende ist in Paris eine solche, von Transdev betriebene Seilbahn in Betrieb gegangen.
Herne bundesweiter Vorreiter in Sachen Seilbahn
Vom Bahnhof Wanne-Eickel sollen Gondeln einen Kilometer lang bis zur ehemaligen Zeche Blumenthal fahren. Da ist ein Naherholungsgebiet und ein Technologiepark geplant, der soll durch die Seilbahn für Unternehmen attraktiver werden. Außerdem könnte der Autoverkehr entlastet werden. Die Seilbahn soll mehr als 30 Millionen Euro kosten. Mit dem Bau in Herne wird, wenn alles klappt, frühestens 2030 begonnen. Sie könnte die erste ihrer Art in Deutschland werden.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Stadt Herne
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 16.12.2025, 15:31 Uhr