Kinder lernen Schwammstadt bei Kita-Projekt in Bottrop kennen
01:30 Min.. Verfügbar bis 02.07.2027.
Stolz zeigen die Kita-Kinder aus Bottrop-Eigen ihre Schwammstadt-Führerscheine.
Ersan ist stolz. In den vergangenen zwei Wochen haben der Sechsjährige und seine Kita-Gruppe in Bottrop sich intensiv mit Klimaanpassung beschäftigt. Wobei Klimaanpassung ein Wort ist, dass er nicht benutzen würde. Er spricht von einer Schwammstadt.
Das war gut und aufregend. Ersan aus Bottrop, kommt im Sommer in die Schule
Ersan ist total stolz auf sein Kunstwerk.
Die Kinder aus Ersans Gruppe kommen im Sommer in die Schule. Das Projekt ist quasi der Abschluss vor dem Kita-Abschied. Vorher haben sie sich noch mit gesprühten Bildern an der Kita-Wand verewigt.
Guter und schlechter Boden
Rasen, Bäume, Blumen- und Obstwiesen sind guter Schwammstadtboden. Versiegelte, betonierte Flächen nicht. So niederschwellig haben die Kinder im AWO Familienzentrum Hand-in-Hand in Bottrop-Eigen gelernt, was eine Schwammstadt ist: zum Beispiel Grünflächen, die bei Unwetter Regenwasser speichern oder wo es auch nicht versickert und abfließen muss.
Ziel des Projekts war, dass die Kinder lernen wie sich mit Wasser umgehen. Passend zur Schwammstadt gab es einen "Schwammtest" mit echten Schwämmen und Gießkannen, also wie viel Wasser kann ein Schwamm überhaupt speichern und wann wird es zuviel. Am Ende gab es einen Schwammstadt-Führerschein.
Hilfe von Fachleuten in Bottrop
Das Beet haben die Kita-Kinder mit etwas Hilfe gebaut und bepflanzt.
Fachleute des Vereins "Die Urbanisten" haben das Projekt betreut. Sie haben mit den Kindern ein Hochbeet gebaut, Tomaten, Kräuter und Paprika gepflanzt und um das müssen sie sich jetzt natürlich auch kümmern, es mit gesammeltem Regenwasser gießen. Es geht also nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um Verantwortung.
So wird die Schwammstadt direkt Teil des Kita-Alltags. Zum Abschluss haben die Kinder dann noch Insekten, Blumen, Symbole und Bäume an ihre Kita-Wand gesprüht. Die Motive haben sich Ersan und seine Freunde selbst ausgedacht.
Gefördert wurde das Projekt durch die Kooperation Gemeinsam für Emscher und Lippe zwischen dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW, der Emschergenossenschaft und der Stadt Bottrop.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Stadt Bottrop
- Kinder und Erziehende des AWO Familienzentrums Hand-in-Hand
