Hagen: Ministerin Scharrenbach will gegen Schrottimmobilien vorgehen

Lokalzeit Ruhr 18.11.2025 01:48 Min. Verfügbar bis 18.11.2027 WDR Von Matthias Wagner

Hagen: Ministerin Scharrenbach will gegen Schrottimmobilien vorgehen

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Verwahrloste Häuser sind schon lange eine große Herausforderung für die Stadt Hagen. Bauministerin Ina Scharrenbach und Oberbürgermeister Dennis Rehbein haben nun den Hagen-Pakt vorgestellt. So wollen sie gegen die Schrottimmobilien vorgehen.

Von Luisa Becher

Die Stadt Hagen will in Zukunft Eigentümer härter sanktionieren, die ihre Immobilien verwahrlosen lassen. "Ungerechtigkeit soll in ein Gefühl von Gerechtigkeit verwandelt werden", betonte Scharrenbach beim Auftakttreffen zum Hagen-Pakt. Eigentümer, die sich aus der Verantwortung zögen, würden bislang nicht ausreichend bestraft. Das könnte andere Hauseigentümer, die viel Geld für Modernisierungen ausgeben, frustrieren.

Bauministerin und Hagens Oberbürgermeister sitzen mit anderen Menschen an einem großen Tisch

Bauministerin und Hagens Oberbürgermeister bei der Vorstellung des Hagen-Paktes

NRW-Bauministerin Scharrenbach und Hagens Oberbürgermeister Rehbein wollen in den nächsten zehn Jahren vor allem in den Fokusräumen rund um den Bahnhof, in Altenhagen und Weringhausen gegen die Schrottimmobilien in Hagen vorgehen.

Änderungen für "schnelles Recht" notwendig

Die Ministerin will sich für Rechtsänderungen einsetzen. Die seien notwendig, da Städtebaurecht bislang vor allem Bundesrecht sei, so Scharrenbach. In Zukunft soll der Stadtrat hier mehr Kompetenzen bekommen.

Ein verwahrlostes schwarzes Haus mit grünen, fleckigen Fensterläden.

Eine verwahrloste Immobilie in Hagen

Konkret sollen viele Schrottimmobilien in den kommenden Jahren saniert oder abgerissen werden. "Es werden Lücken entstehen und nicht jeder Wohnraum wird lückenlos ersetzt werden", sagte Hagens Oberbürgermeister Rehbein.

Die ersten Ergebnisse sollen laut Rehbein schon 2027 sichtbar sein. Durch den Hagen-Pakt und die Stadtumbaustrategie soll auch die Bevölkerungsstruktur in Hagen gesteuert werden. Bewohner sollen sich durchmischen und bisherige Angsträume sollen so aufgelöst werden.

Wie die Pläne konkret umgesetzt werden sollen, soll bis Februar 2026 erarbeitet werden.

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort

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