Durch Umbau der A59 befürchten Anwohner in Duisburg Schlimmes

Lokalzeit aus Duisburg 04.03.2026 02:36 Min. Verfügbar bis 04.03.2028 WDR Von Monika Krahl

Durch Umbau der A59 befürchten Anwohner in Duisburg Schlimmes

Stand:

Die einen wollen die A59 oberirdisch auf sechs Spuren ausbauen. Anwohner in Duisburg und Stadt fordern eine unterirdische Lösung.

Von Christian Zimmer

Ein Dauerärger-Thema in Duisburg geht in die nächste Runde. Heute gab es dazu ein Treffen vor Ort. Es geht um den Umbau der A59 im Bereich Meiderich und Hamborn. Die Autobahngesellschaft und das Fernstraßenbundesamt wollen die Strecke dort oberirdisch auf sechs Spuren ausbauen.

Anwohner wehren sich

Im Garten direkt an der A59

Planungsdezernent Martin Linne (l.) mit Anwohnenden im Garten direkt an der A59

Dagegen wehren sich Anwohner und die Stadt Duisburg seit Jahren. Sie wollen die Autobahn unterirdisch in einer Art Tunnel verschwinden lassen und so für mehr Lebensqualität im Duisburger Norden sorgen.

Sie wohnen direkt an der heutigen Trasse der A59 in Meiderich. Sie treffen sich heute im Garten von Familie Elsner. Zu Gast sind der Duisburger Baudezernent und der Vorsitzende des Bürgervereins. Geht es nach dem Willen der Planer, wird das A59 Bauwerk hier einmal doppelt so hoch und fast doppelt so breit sein. Das beträfe dann den halben Garten.

"Wir werden hier einen verdunkelten Raum haben. Das heißt man wird krank." Michaela Elsner

Der Kampf dauert schon lange. Vor 2,5 Jahren lagen die Planungsunterlagen zum ersten Mal offen. Damals hatte es 1.300 Einwendungen gegeben, von der Stadt, den Anwohnern und dem Meidericher Bürgerverein. "Wir haben viel versucht, wir sind aber hilflos und spüren eine absolute Ignoranz, die sowohl die Autobahngesellschaft und das Fernstraßenbundesamt an den Tag legen", sagt Peter Dahmen vom Meidericher Bürgerverein.

Eine Tunnellösung ist teuer

"Ja es ist teurer, aber der Lebenszyklus eines Tunnels liegt bei mehr als 100 Jahren, während eine Brücke in der Zeit mindestens nochmal gebaut werden muss", argumentiert der Duisburger Baudezernent Martin Linne kämpferisch. Auch am Nachmittag, bei einem Pressetermin mit Anwohnern beim Meidericher Bürgerverein. Er appelliert jetzt in Sachen A59 noch einmal aktiv zu werden.

Denn Anfang kommender Woche gehen die Planungsunterlagen in die sogenannte 2. Offenlage. Dann haben alle Gegner wieder die Möglichkeit, etwas gegen Hoch-Trasse zu tun und können neue Einwendungen formulieren. Die Offenlegung der Pläne startet am 10. März und endet am 09. April.

Unsere Quelle:

  • Eindrücke und Gespräche WDR Reporterin vor Ort

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Duisburg, 04.03.2026, 19:30 Uhr

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