Beim Spaziergang ausruhen und parallel das Handy laden. Das geht in Dortmund nun auf 22 smarten Bänken. Sie haben USB-Anschlüsse und induktive Ladeflächen. So möchte die Stadt den Bürgern Service bieten und gleichzeitig die Digitalisierung im Stadtbild vorantreiben.
Allein in den vergangenen Wochen hat die Stadt rund 20 der Sitzmöbel aufgebaut. Sie stehen im Zoo, im Westfalenpark oder - vorübergehend - in der Innenstadt. Die Orte seien sehr bewusst gewählt worden, sagt Projektleiter Simon Hierl. Die Bänke stehen da, wo es viel Besucherverkehr gibt.
Standorte für smarte Bänke bewusst ausgewählt
Das hat gleich zwei Vorteile: Erstens kommen viele potentielle Nutzer vorbei, zweitens bestehe eine gewisse soziale Kontrolle. So will die Stadt sicherstellen, dass die Bänke nicht gleich beschädigt werden. Auch wenn klar sei, dass Vandalismus im öffentlichen Raum ein Problem sein kann.
An dieser Bank an der Reinoldikirche sollen Smartphones einfach aufgeladen werden können
Die Bänke seien in den ersten Wochen sehr gut angenommen worden, sagt Hierl. Vor allem junge Menschen würden sich hinsetzen und dort Handys, Kopfhörer oder auch mal einen Laptop laden. Die Bänke funktionieren autark, sind also nicht an das Stromnetz angeschlossen.
Strom der Bänke kommt von der Sonne
"Jede Bank hat ein Sonnenpaneel und einen Akku", erklärt Simon Hierl. "Dadurch laden sie tagsüber und können auch nachts oder bei schlechtem Wetter Energie spenden."
Im kommenden Jahr möchte die Stadtverwaltung weitere smarte Projekte umsetzen. Davon könne etwa das Abfallmangament profitieren. Weitere smart Bänke wie die aktuellen seien derzeit nicht geplant. Dafür will die Stadt im kommenden Jahr für Abkühlung sorgen - etwa mit smarten Stadtmöbeln oder Blumenkübeln, verrät Hierl. Details dazu seien aber noch offen.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit der Stadt Dortmund
