Neue Spezialeinheit der Bochumer Polizei gegen Kinderpornographie
02:30 Min.. Verfügbar bis 02.06.2028.
Die Ermittler der Polizei Bochum kämpfen schon lange gegen die Verbreitung von kinderpornographischen Inhalten im Internet. Jetzt bündelt das Polizeipräsidium aber seine Kräfte im digitalen Raum. Mit einem neuen Kriminalkommissariat.
Immer mehr Fälle
Das "KK 16" kümmert sich offiziell um Kriminalfälle von so genannten Missbrauchsdarstellungen. Gemeint sind Bilder und Videos, die in Chatgruppen auf Smartphones oder auf Plattformen im Internet verbreitet werden. Die Fälle nehmen zu.
Seit Jahren haben wir einen enormen Anstieg mit hunderten von Fällen. Das ist auch tatsächlich landesweit so. Sprecher der Polizei Bochum
Laut der Polizei Bochum sei das neue Kommissariat unbedingt notwendig. Die Menge von kinder- und jugendpornografischen Schriften, die besonders im Internet sichtbar sei, müsse bearbeitet und strafrechtlich verfolgt werden.
Hoffnung auf schnellere Aufklärung
Neues Kriminalkommissariat: Polizei Bochum
Die Beamten sind darauf spezialisiert, riesige Datenmengen zu sichten und komplexe digitale Spuren auszuwerten. Durch die Bündelung im neuen Kriminalkommissariat können sich die Ermittler jetzt noch schneller austauschen und behördenübergreifend agieren. Dadurch erhofft sich die Polizei eine Beschleunigung bei der Aufklärung von schweren Straftaten im Internet.
Belastende Arbeit für Ermittler
Der Leiter der Direktion Kriminalität im Bochumer Polizeipräsidium betont, dass es für die Mitarbeiter in dem Bereich nicht immer leicht ist: "Damit stärken wir die Kolleginnen und Kollegen, die täglich an diesen besonders belastenden Verfahren arbeiten", erklärt Carsten Dübbers. Tagtäglich müssten die Ermittler unzählige Fotos und Videos sichten, die psychische Belastung sei dabei extrem hoch.
Keine Inhalte einfach weiterleiten
Die Polizei weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass man verdächtige Inhalte nicht einfach weiterleitet, wenn man sie zugeschickt bekommt, zum Beispiel in Chatgruppen von Schulen oder Vereinen. Denn dann kann man sich selbst strafbar machen. Die Polizei rät dazu, mit dem Gerät, auf dem die Bilder sich befinden, sofort zur Polizei zu gehen.
Um Menschen für das Thema zu sensibilisieren und damit in Zukunft weniger solcher Bilder im Umlauf sind, koopiertiert das neue Kommissariat mit Schulern und Jugendämtern. "Wir erhoffen uns dadurch im Laufe der Zeit Besserung", so die Polizei Bochum.
Unsere Quellen:
- Mitteilung Polizei Bochum
- Eindrücke WDR-Reporter vor Ort
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit 02.06.2026, 07:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen: Lokalzeit Ruhr, 02.06.2026, 19:30 Uhr

