Rund 80 Wochen fuhr auf der Bahnstrecke zwischen Emmerich und Oberhausen kein Zug mehr. Der Grund: Die Strecke wurde für den internationalen Güterverkehr umgebaut. Doch nun ist die Strecke wieder geöffnet.
Strecke wurde in der Nacht wieder freigegeben
Endlich rollen die Fern- und Güterzüge wieder und auch der Regionalverkehr soll ab Dienstag nach regulärem Fahrplan funktionieren, so ein Bahnsprecher.
Seit November 2024 war die rund 73 Kilometer lange Streckenabschnitt teilweise oder ganz gesperrt. Ein drittes Gleis wurde gebaut, sowie die Technik erneuert. Außerdem wurden Bahnhöfe modernisiert und es wurden Schallschutzwände aufgestellt.
Fast alles neu auf 73 Kilometern
Eine besondere Herausforderung war der Bau der neuen Brücke über den Wesel-Dattel-Kanal. Die musste breiter und auch 1,5 Meter höher als die alte Brücke sein. Der Grund: die darunter herfahrenden Schiffe sind größer geworden. Die nun entstandene Steigung der Brücke machte dem Güterverkehr Probleme. Und so mussten die Gleise auf mehreren Kilometern Länge, langsam auf das neue Höhenniveau angehoben werden.
Auch Brücken, Oberleitungen und ein Bahnhof mussten angehoben werden
Die Umbauarbeiten auf dem Streckenabschnitt sind Teil eines europäischen Verkehrsprojekts. Die Pläne dafür wurden bereits in den 1990er Jahren beschlossen. Die Niederländer haben ihren Teil der Bahnstrecke bis zur Deutschen Grenze, bereits 2007 beendet. Bis die Strecke aber komplett dreigleisig ausgebaut ist, wird es noch dauern. Im November wird die Betuwe-Strecke nochmal für eine Woche zwischen Emmerich und Oberhausen gesperrt.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung Deutsche Bahn
- DPA
Sendung: WDR.de, Bahnstrecke zwischen Oberhausen und Emmerich wieder freigegeben, 18.05.2026, 11:30 Uhr