Heute Vormittag in der Pausenhalle des Pestalozzi-Gymnasiums in Herne: Ausbildungsmesse. Alle Herner Gymnasien haben ihre Oberstufenschüler hergeschickt. Der Geräuschepegel ist enorm. Am meisten belagert: die Kuchentheke des Abiturientenjahrgangs.
Viele Betriebe präsentieren sich
Aber auch an den Ständen der Polizei, des Zolls, der Herner Stadtverwaltung und aller anderen Betriebe, die sich hier präsentieren, ist einiges los. Auch die Bundeswehr ist dabei.
Derweil veröffentlicht zwei Stockwerke darüber die Agentur für Arbeit die Ausbildungsmarktzahlen für dieses Jahr. Und die sehen erst einmal blendend aus: ein Plus von 20 Prozent an Ausbildungsplätzen. Herne hat ohnehin gemessen an der Zahl der Betriebe eine der höchsten Quoten.
Herne gilt als Azubi-Hotspot in Deutschland
Die müsste aber noch besser sein, meint Frank Dudda, Oberbürgermeister von Herne. "Die Betriebe bei uns könnten noch mehr ausbilden." Trotz des guten Angebotes sind bisher jedes Jahr auch viele Ausbildungswillige leer ausgegangen. "Diese Lücke schließt sich jetzt", so Dudda weiter.
Denn die Zahl der Azubis ist in diesem Jahr um mehr als zehn Prozent zurückgegangen. Und das ist keine gute Entwicklung. Denn in Herne gehen in den nächsten zehn Jahren 10.000 Fachkräfte in Rente. Arbeitskräfte, die ersetzt werden müssen.
Ohne ausländische Fachkräfte wird es nicht gehen
"In Herne haben wir fast 1000 Menschen unter 25, die wir unbedingt in den Arbeitsmarkt bringen müssen", sagt Oberbürgermeister Dudda. Das allein wird allerdings nicht reichen. Deshalb will die Stadt auch den Blick ins Ausland richten. "Ohne ausländische Fachkräfte wird es nicht gehen", so Oberbürgermeister Frank Dudda.
Unsere Quellen:
- Reporterin vor Ort
- Interview mit Frank Dudda, Oberbürgermeister von Herne
- Agentur für Arbeit Mittleres Ruhrgebiet
- IHK Mittleres Ruhrgebiet
- Handwerkskammer Mittleres Ruhrgebiet