Nach Fan-Randale in Siegen – WSV droht Konsequenzen an

01:53 Min. Verfügbar bis 16.03.2028

Nach Fan-Randale in Siegen – WSV droht Konsequenzen an

Stand:

Nach der Verwüstung der Toiletten beim Auswärtsspiel in Siegen kündigt der Vorstand des Wuppertaler SV Konsequenzen an.

Auswärtsspiel des Wuppertaler Sportvereins (WSV) am vergangenen Freitag Abend in der Fußball-Regionalliga bei den Sportfreunden Siegen –hier kassierte der abstiegsbedrohte WSV nicht nur eine weitere Niederlage – nach dem Spiel wurde bekannt, dass Unbekannte die Gästetoiletten völlig verwüstet und Sanitäranlagen massiv zerstört hatten. So seien Urinale zerschlagen und aus der Verankerung gerissen worden.

Noch am Wochenende reagierte der Vorstand des WSV und verurteilte den Vandalismus scharf. "Wer Fußballspiele nutzt, um Einrichtungen zu zerstören, Sachschäden anzurichten oder Gewalt auszuüben, stellt sich außerhalb der Werte unseres Vereins und des Sports insgesamt", so der Vorstand auf der Internetseite des WSV. Auch Konsequenzen wurden angekündigt.

Randalierer noch nicht gefunden

beschädigtes Waschbecken

Siphon abgetreten

Noch sei zwar nicht geklärt, wer für die Verwüstungen verantwortlich ist – sollten aber WSV-Fans beteiligt gewesen sein, werde man dieses Verhalten nicht tolerieren.

Ein Sprecher des WSV sagte dem WDR, es liege nahe, dass es sich um eine Aktion der WSV-Fans gehandelt habe – auch wenn man nach Gesprächen mit Vertretern der Fanszene bestimmte Gruppen bereits habe ausschließen können. Auch die Fanvertreter hätten ihre "klare Ablehnung dieser Vorfälle" deutlich gemacht. Der Verein der Sportfreunde Siegen ist entsetzt über den Vandalismus und im Austausch mit den Wuppertalern: "Wir hatten heute einen guten konstruktiven Austausch mit dem Wuppertaler SV. Die distanzieren sich natürlich davon, was wir auch begrüßen. Andererseits war bisher jetzt noch keine Bereitschaft da irgendwo Verantwortung für die Fanszene zu übernehmen."

"Da muss man sicherlich nochmal zusammen ins Gespräch gehen, weil wir natürlich schon die Haltung haben, wenn sich Fans hier so präsentieren und benehmen und solche Kosten verursachen, die absolut unnötig sind, dann muss irgendjemand auch dafür gerade stehen und das können in dem Fall nicht wir als Sportfreunde Siegen sein." Matthias Georg
Geschäftsführer der Sportfreunde Siegen

Stadionverbote denkbar

Insbesondere Stadionverbote sowie zivilrechtliche Schritte zur Durchsetzung von Schadensersatzforderungen könnten den Randalierern drohen. Bei der Polizei sei bereits Anzeige erstattet worden. Auf WDR-Anfrage hieß es vom Westdeutschen Fußballverband, es sei noch unklar, welche Konsequenzen möglicherweise dem WSV selbst drohten. Die Beurteilung werde noch Zeit in Anspruch nehmen.

Unabhängig davon appellierte der WSV an seine Fans: "Leidenschaftliche Unterstützung für unsere Mannschaft gehört zur DNA des WSV – Zerstörung, Gewalt oder Vandalismus jedoch nicht." Die Sportfreunde Siegen gehen davon aus, dass der Schaden im hohen vierstelligen oder fünfstelligen Bereich ist. "Auch die Reinigung wird sehr viel Aufwand in Anspruch nehmen. Insofern ist das keine Zahl im Budget vorher auftaucht und tut uns natürlich sehr, sehr weh als Regionalligist," meint Matthias Georg von den Sportfreunden Siegen.

Nach Fan-Randale - WSV droht Konsequenzen an

WDR Studios NRW 16.03.2026 00:26 Min. Verfügbar bis 16.03.2028

Quellen:

  • Wuppertaler Sportverein
  • Westdeutscher Fußballverband

Sendung: WDR 2 Bergisches LandLokalzeit, 16.03.2026, 9.31 Uhr

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