Wuppertal will in zehn Jahren einen ausgeglichenen Haushalt haben
01:45 Min.. Verfügbar bis 26.01.2028.
Wie bekommt Wuppertal innerhalb der nächsten 10 Jahre einen ausgeglichenen Haushalt hin? Das wollen Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) und Kämmerer Thorsten Bunte mit einem Haushaltssicherungskonzept erreichen. Das brachten sie am Montag in einer Sondersitzung des Rates ein.
In diesem Jahr sieht der Haushalt 158 Millionen Euro Schulden vor. Und das Haushaltsloch würde noch größer, wenn die Stadt nicht deutlich spart, sagt Kämmerer Thorsten Bunte.
"Das Haushaltssicherungskonzept ist das Instrument, das dazu dient, dass wir Handlungsfähigkeit erhalten und zurück gewinnen. Die Stadt steht nicht nur vor finanziellen Schwierigkeiten, sondern wir müssen auch investieren." Thorsten Bunte, Stadtkämmerer Wuppertal
Stadtkämmerer Thorsten Bunte
Ein großer Teil der städtischen Ausgaben werde wegfallen, wenn in den nächsten Jahren 1.400 Babyboomer in der Verwaltung in Ruhestand gehen und teilweise nicht wieder ersetzt werden. Daraus ergebe sich aber die Frage, wie Aufgaben künftig bewälitgt werden können.
Keine höhere Gewerbesteuer
Insgesamt will die Stadtspitze intelligent sparen, etwa, indem sie im sozialen Bereich mehr auf Prävention setzt, was am Ende günstiger und sinnvoller sei. Gebühren, zum Beispiel für Spielautomaten, sollen möglicherweise erhöht werden. Die Gewerbesteuer wolle man allerdings nicht antasten, hieß es.
Ohne Hilfe vom Bund komme die Stadt aber nicht raus aus den Miesen. Jetzt müsse die Politik über das Konzept beraten und Strategien entwickeln. Es geht darum, städtische Aufgaben teilweise abzubauen, auszulagern und umzugestalten. Dabei setzt die Stadt auch auf Digitalisierung der Verwaltung.
Unsere Quellen:
- Interview mit Kämmerer Thorsten Bunte
- Reporter vor Ort
Sendung: WDR 2, Lokalzeit Bergisches Land, 26.01.2026, 16.31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 26.01.2026, 19.30 Uhr