Wuppertal und Wülfrath: Vibro-Trucks suchen nach Erdwärme

01:27 Min. Verfügbar bis 18.09.2027

Wuppertal und Wülfrath: Vibro-Trucks suchen nach Erdwärme

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Ab heute ist eine Kolonne aus mehreren auffälligen Lastwagen in Wülfrath und Wuppertal unterwegs. Mit schweren, vibrierenden Metallplatten senden die Fahrzeuge ein starkes Brummen ins Erdreich. Die Schallwellen werden über ein Sondensystem wieder aufgefangen und sollen Erdwärmequellen auffinden.

Von René Rabenschlag und Inke Köster

Die Vibro-Trucks sind im Auftrag des Geologischen Dienstes NRW im Projekt "Seismik Westfälischer Hellweg" unterwegs und werden in einer mehrwöchigen Messfahrt ein großes Gebiet zwischen Wülfrath, Wuppertal, Hagen, Recklinghausen und Paderborn abfahren.

Die Messtrecke ist etwa 185 Kilometer lang. Ziel ist eine Art Ultraschallbild des in diesem Bereich besonders kalkhaltigen Bodens. Die Region gilt als bisher wenig erforscht.

Vibro-Trucks nutzen Echolot-Prinzip

Spezielles Mikrofon zur Aufnahme von Schallwellen

Spezielles Mikrofon zur Aufnahme von Schallwellen

Mit schweren, vibrierenden Metallplatten senden die Fahrzeuge ein starkes Brummen ins Erdreich. Die Schallwellen werden über spezielle Mikrofone an der Oberfläche wieder aufgefangen und sollen Erdwärmequellen auffinden.

Die Fahrzeuge werden an verschiedenen Punkten Messungen machen. Sie liegen auf einer Linie die in Wülfrath beginnt, dann über Wuppertal-Dornap und die Südhöhen der Stadt in Richtung Gevelsberg führt. Die drei Trucks fahren im Konvoi, halten alle 30 Meter an und vibrieren bis zu drei Minuten.

An jedem Messpunkt versetzen die Fahrzeuge den Boden unter ihnen in Schwingung. Durch unterschiedliche Gesteine oder auch unterirdische Wasserreservoire werden diese Schallwellen verschieden reflektiert. Ähnlich, wie bei einem Echolot im Meer können aus den Daten der Vibro-Trucks Karten des Untergrunds erstellt werden.

Tiefenwärme als alternative Energie

Vladimir Shipilin, Geologischer Dienst NRW

Vladimir Shipilin, Geologischer Dienst NRW

Der Geologische Dienst will so auch in unserer Region Warmwasserreservoire in bis zu 4000 Metern Tiefe aufspüren. Die Nutzung von warmem Wasser aus dem Erdreich kann ein wichtiger Baustein in der zukünftigen, nachhaltigen Energiegewinnung spielen und in die kommunalen Wärmekonzepte mit einfließen.

"Wenn man weiß, dass im Untergrund wasserführende Schichten vorkommen, dann kann man dieses Wasser nach oben pumpen und in ein Fernwärmenetz einspeisen." Vladimir Shipilin, Geologischer Dienst NRW

Dort, wo sich die Fahrzeuge gerade befinden, kann es zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

Wuppertal und Wülfrath: Vibro-Trucks suchen nach Erdwärme

WDR Studios NRW 18.09.2025 00:46 Min. Verfügbar bis 17.09.2027 WDR Online

Unsere Quelle:

  • Geologischer Dienst NRW

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