Bezirksregierung: Im Klever Reichswald dürfen Windräder gebaut werden
Lokalzeit aus Duisburg . 10.07.2025. 03:10 Min.. Verfügbar bis 10.07.2027. WDR. Von Jessika Westen.
In Randgebieten des Klever Reichswalds dürfen bald Windräder gebaut werden. Das hat der Regionalrat der Düsseldorfer Bezirksregierung am Donnerstag im Zuge neuer Windanlagen-Gebiete im gesamten Regierungsbezirk beschlossen - der Reichswald war hierbei besonders umstritten.
Konkret geht es hier es um vier Teilflächen mit einer Größe von insgesamt gut 60 Hektar, die als sogenannte Windenergiebereiche ausgewiesen werden sollen. Die Fläche entspricht umgerechnet etwa 80 Fußballfeldern.
Bezirksregierung: Windräder klare Flächen zugewiesen
Die heutige Entscheidung sorge für klare Verhältnisse. Sie sei wichtig, damit für Windräder klare Flächen zugewiesen seien und diese nicht wahllos in die Landschaft gesetzt werden könnten. Gleichzeitig sei "über die planerisch festgelegten Windenergiebereiche sichergestellt, dass den Belangen der Energiesicherheit und des Klimaschutzes hinreichend Rechnung getragen wird", heißt es in einer Mitteilung der Bezirksregierung. Die Bezirksregierung muss im Zuge der Energiewende neue Flächen für den Windkraft-Ausbau freigeben.
Bezirksregierung sieht gute Voraussetzungen
Die Bezirksregierung hatte die vier Teilflächen von Fachleuten prüfen lassen. Ergebnis: Sie weisen "die notwendigen Abstände zur Wohnbebauung und eine ausreichende Windhöffigkeit auf", so eine Sprecherin der Bezirksregierung auf Nachfrage des WDR. Und weiter: "Vor allem aber liegen keine zwingenden naturschutzrechtlichen Ausschlussgründe vor". Außerdem verblieben im Reichswald – anders als in anderen Teilen der Region – große Bereiche für die Naherholung ungestört von Windrädern.
Gegner fürchten Nachteile für Tiere und Kulturlandschaft
Windparkgegner sind mit Bussen nach Düsseldorf gereist
Doch unter Bürgern gibt es Widerstand. Die Bürgerinitiative "Gegenwind Reichswald" verweist auf "kollisionsgefährdete Greifvogel- und Fledermausarten", die sich am Waldrand auf Nahrungssuche begeben. "Und über 200 Meter hohe Anlagen würden die Kulturlandschaft auch am Waldrand massiv zerschneiden."
Dutzende Mitglieder waren zur entscheidenden Sitzung heute extra vom Niederrhein nach Düsseldorf gekommen. Einige hatten Banner unter Plakte mit: "den Reichswald erhalten" stand darauf zu lesen - oder auch: "Reichwald turbinenfrei".
Unsere Quellen:
- Bezirksregierung Düsseldorf
- Bürgerinitiative Gegenwind Reichswald