Die Tiere haben Wunden oder sogar abgerissene Gliedmaßen - meistens von Mährobotern, sagt die Igelhilfe Aachen-Düren. Die Geräte mähen selbstständig das Gras, stoppen aber nicht, falls Tiere zwischen den Grashalmen liegen. Viele Igel werden davon überrascht. Das Tragische: Sie laufen bei Gefahr nicht davon, sondern igeln sich ein.
Gefahr für Igel im Sommer besonders hoch
Die Not ist jetzt zu Beginn des Sommers besonders groß, weil momentan viele Menschen ihren Garten schön machen und neue Gartengeräte anschaffen. Mähroboter oder auch Kantenschneider sind für die Tiere gefährlich. Und: Wer einen Mähroboter hat, sollte sich überlegen, ob das Gerät nachts in Betrieb genommen werden muss. Denn die Igel sind nachtaktiv.
"Immer, wenn Discounter Mähroboter im Angebot haben, kommen mehr neue Fälle dazu." Melanie Penalosa, Igelhilfe Aachen-Düren
Keine Notplätze mehr frei
Verletzter Igel in der Auffangstation
In der Großregion Aachen sind die Auffangstationen wie in Eschweiler und Wassenberg voll. In der Igelstation in Eschweiler werden gerade 30 schwerverletzte Tiere versorgt. "Unsere Intensivpatienten", sagt Helferin Melanie Penalosa. "So viele hatten wir noch nie da. Wir sind körperlich und emotional extrem überlastet." Die Hilfsstationen in Nordrhein-Westfalen tauschen sich schon untereinander aus: Über mögliche freie Plätze und gute Behandlungsmethoden für die Tiere.
Helfer dringend gesucht
Jeder schwer verletzte Igel wird erstmal von einem Tierarzt angesehen. Für diese Kosten sind die Hilfsstellen auf Spenden angewiesen. Die Igelhilfe Aachen-Düren sucht aktuell auch dringend ehrenamtliche Helfer, um alle Igel versorgen zu können. Auch bei den Igelstationen in anderen Städten sei die Not derzeit groß.
Unsere Quelle:
- Gespräch mit der Igelhife Aachen-Düren