"Transparenz tut manchmal weh" – neues IHK-Regional Radar

01:39 Min. Verfügbar bis 24.02.2028

"Transparenz tut manchmal weh" – neues IHK-Regional Radar

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Die Bergische IHK will Standortqualität messbar machen. Und vergleicht deshalb jetzt die Leistungen der Rathäuser in Wuppertal, Solingen und Remscheid.

Von Timo Spicker

In welchen Bereichen wird die lokale Wirtschaft von Politik und Verwaltung gut unterstützt? Und wo sind Bremsklötze im System? Antworten darauf versprechen sich die Verantwortlichen der Bergischen Industrie- und Handelskammer von ihrem "Regional Radar".

Das für jedermann einsehbare Online-Angebot ist deutschlandweit einzigartig. In fast 60 Kategorien werden Verwaltungs- und Politik-Performance in Wuppertal, Solingen und Remscheid miteinander verglichen.

Valide Daten statt gefühlter Wahrheiten

Das Regional Radar liefert beispielsweise Zahlen zu Krankenständen in den Rathäusern, zu den Kosten für Trinkwasser oder zu KiTa-Plätzen. Auf einer verlässlichen Daten-Grundlage sollen politische Entscheidungen und die Arbeit der Verwaltungen in den einzelnen Städten beurteilt werden. Die Zahlen hat die IHK gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft zusammengetragen. Mit teils überraschenden Ergebnissen.

Wuppertal bei Bauanträgen besonders schlecht

Henner Pasch, Präsident IHK Bergisches Land

Henner Pasch, Präsident IHK Bergisches Land

In Wuppertal steht die Bearbeitung von Bauanträgen seit Langem in der Kritik. Aber zu Recht? Der Regional Radar liefert Zahlen. Während in Remscheid ein Bauantrag bereits nach 118 Tagen bearbeitet ist, dauert es in Solingen 141 Tage - und in Wuppertal länger als ein Jahr: 406 Tage. Alarmierend und frustrierend nennt das die IHK. Umso wichtiger sei hier Transparenz. Auch wenn Transparenz manchmal weh tue, wie IHK-Präsident Henner Pasch sagt.

„Aber das ist ja genau der Schmerz, den die Menschen, die auf die Bauanträge warten, tagtäglich erfahren.“ Henner Pasch, Präsident IHK Wuppertal Solingen Remscheid
IHK Bergisches Land Wuppertal

IHK Bergisches Land Wuppertal

Es gehe nicht darum, die drei bergischen Großstädte gegeneinander auszuspielen. Bestenfalls lernten die Städte voneinander. Sie sollen, wie es IHK-Präsident Henner Pasch formuliert, Stärken stärken und Schwächen schwächen.

Bergisches Städtedreieck insgesamt eher am unteren Ende

Verglichen werden die Zahlen aus den drei bergischen Großstädten außerdem mit Zahlen für NRW und für ganz Deutschland. Da zeigt sich, dass die Region insgesamt eher unterdurchschnittlich abschneidet. Umso wichtiger ist es nach Meinung der IHK, die Wirtschafts- und Standortpolitik gemeinsam zu verbessern.

„Transparenz tut manchmal weh“ – neues IHK-Regional Radar

WDR Studios NRW 24.02.2026 01:01 Min. Verfügbar bis 24.02.2028 WDR Online

Quellen:

  • Reporter vor Ort
  • IHK Wuppertal Solingen Remscheid

Sendung: WDR 2 Bergisches Land, Lokalzeit, 24.02.2026, 15:31

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