Karneval nachhaltig: Weniger Müll auf Kölner Straßen
Lokalzeit aus Köln. 16.01.2026. 03:19 Min.. Verfügbar bis 16.01.2028. WDR.
Der Verein "Nur ein Karnevalsverein" in Köln-Kalk zum Beispiel sucht im Hausmüll nach Plastikresten, um daraus Wurfmaterial zu produzieren. In den vergangenen Tagen haben Freiwillige Verpackungen wie zum Beispiel Waschmittelflaschen oder auch ausrangierte Wäschekörbe aus Kunststoff gesammelt.
Neues Wurfmaterial aus alten Plastikteilen
Daraus entstehen dann Schlüsselanhänger. Mit im Boot ist die "Recyclebar" im Kalker Machwerkhaus. Die hat sich das Re- und Upcycling von Plastikmüll auf die Fahne geschrieben.
Die Mitarbeitenden schmelzen zum Beispiel alte Plastikteile ein und pressen aus dem Material neue Formen. So entsteht nachhaltiges Wurfmaterial. Beim Veedelszoch am Karnevalssamstag soll das dann von den Wagen geworfen werden.
Wiederverwertung von liegengebliebenen Kamellen
Die Karnevalsgesellschaft "Grüne Rheinfunken" will verhindern, dass massenhaft Bonbons in den Straßen liegenbleiben. Die Idee: Firmen, Vereine oder auch Privatleute bringen ihre überschüssigen Kamellen zu einer Sammelstelle. Wichtig dabei ist, dass sie noch verpackt und sauber sind.
Denn sie werden weitergegeben, an Familien, Schulkinder und kleine Vereine. Die können die Süßigkeiten zum Beispiel bei den Veedelsumzügen erneut werfen. So sollen die kleinen Karnevalsgruppen auch finanziell entlastet werden.
Karnevalskostüme aus zweiter Hand
Darüber hinaus setzen viele Karnevalistinnen und Karnevalisten auf Kostüme aus zweiter Hand. Deswegen gehören Flohmärkte und Tauschbörsen inzwischen fest zur Vorbereitung auf die fünfte Jahreszeit.
In Köln, Leverkusen, Aachen und Bonn finden jedes Jahr zahlreiche Events statt, bei denen die bunten Verkleidungen neue Besitzerinnen und Besitzer finden.
Unsere Quellen:
- Nur ein Karnevalsverein e.V.
- KG Grüne Rheinfunken
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Köln, 16.01.2026, 19.30 Uhr