Erste Störche auf der Bislicher Insel am Niederrhein gesichtet
Lokalzeit aus Duisburg . 23.02.2026. 02:35 Min.. Verfügbar bis 23.02.2028. WDR. Von Petra Vennebusch.
Noch sind die Horste leer, aber die ersten Weißstörche kreisen schon über den Wiesen. Ilka Weidich vom RVR- Naturforum Bislicher Insel zückt ihr Fernglas. "Vereinzelt habe ich am Wochenende schon einzelne Störche gesichtet", erzählt die Biologin.
Auswirkungen der Vogelgrippe noch unklar
Der Niederrhein ist ein Hotspot für Störche. Allein im Kreis Wesel zählten Vogelschützer im vergangenenen Jahr 114 Brutpaare. Zum Vergleich: 1991 waren es in ganz NRW nur drei, der Weißstorch vom Aussterben bedroht.
Die Vogelgrippe könnte sich diese Jahr allerdings auf die Brutpaare am Niederrhein auswirken. "In der Nähe von Madrid in Spanien sind allein 500 Störche durch das Virus gestorben", so Nabu-Vogelexperte Christian Chwallek. Spätestens Anfang April stehe die Zahl der Brutpaare fest. "Wir hoffen, dass es genau so viele sind wie im vergangenen Jahr", so Chwallek.
Klimawandel: Mehr Störche bleiben den ganzen Winter über
Am Niederrhein gibt es immer mehr Störche, die aufgrund der milden Witterung den ganzen Winter über bleiben. Die Großvögel haben auch mit frostigen Temperaturen keine Probleme. "Störche fressen inzwischen nicht nur Frösche und andere Amphibien, sie ernähren sich auch von Regenwürmern, Egerlingen und sogar Mäusen", erklärt der Naturschützer.
In der Ferne steht ein Storch regungslos auf einem Acker - vielleicht wartet er vor einem Mauseloch auf seine Beute.
Unsere Quellen:
- Ilka Weidig, RVR-Naturforum Bislicher Insel
- Christian Chwallek, Nabu NRW
- Reporterin vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Duisburg, 23.02.2026, 19:30 Uhr