Ford streicht 1000 Stellen
Aktuelle Stunde . 16.09.2025. 18:44 Min.. Verfügbar bis 16.09.2027. WDR. Von Raphael Markert.
Ab dem neuen Jahr soll die Produktion umgestellt werden – von einem Zwei-Schicht-Betrieb auf einen Ein-Schicht-Betrieb. Das hat die Geschäftsführung den Mitarbeitenden heute mitgeteilt und als Grund schlechte Verkaufszahlen genannt.
Betriebsrat will sich beraten
Damit wird auf die Kölner Belegschaft einmal mehr ein Abbau von mehreren hundert Stellen zukommen - aktuell ist die Rede von 700 bis 1.000. "Die genaue Zahl steht noch nicht fest", sagt David Lüdtke vom Gesamtbetriebsrat. Zunächst stünden Verhandlungen mit der Geschäftsführung über die Pläne an.
"Wir werden uns jetzt überlegen, mit welchen Forderungen wir in diese Verhandlungen gehen. Denn klar ist: Der Ford-Standort Köln braucht ein neues Konzept." Die E-Modelle Capri und Explorer seien zwar gute Autos, aber einfach zu teuer für den Markt, so Lüdtke.
Gemischte Gefühle in der Belegschaft
"Für den Standort ist die Botschaft heute definitiv eine schlechte", sagt der Gewerkschafter. Bislang war die Produktion von den Sparplänen in Köln eher wenig betroffen, doch jetzt setzt der Rotstift offenbar auch dort an. Ford hatte sich entschieden, in Köln nur noch Elektroautos zu bauen.
Die Produktionshalle wurde dafür aufwändig und mit viel Geld umgebaut – aber die beiden E-Modelle, Capri und Explorer, verkaufen sich nicht wie erhofft. Der kleinere Capri ist in der günstigsten Version ab etwa 40.000 Euro zu kaufen.
Unsere Quellen:
- dpa
- David Lüdtke, Gesamtbetriebsrat Ford