Patienten im Wartezimmer

Neues Praxismodell in Kleve soll Ärztemangel bekämpfen

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Auf dem Land fehlen immer mehr Ärztinnen und Ärzte die Hausarztpraxen übernehmen möchten. Die "Startpraxis" soll ein Anreiz sein.

Von Janina Amrath

Mal ein bisschen Praxisluft schnuppern - und dann vielleicht selbst der Chef oder die Chefin werden. Das ist ab dem 1. April 2026 für Kleve geplant. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) will dann eine "Startpraxis" eröffnen, die sie zunächst auch selbst betreibt.

Ärztinnen und Ärzte sollen in der Praxis zunächst angestellt arbeiten, eng begleitet durch die KVNO. Die angestellten Ärztinnen und Ärzte sammeln so Erfahrungen im Praxisbetrieb - und wollen im Idealfall nach einiger Zeit die Praxis selbst übernehmen.

Moderne Ausstattung und sanfter Einstieg geplant

Die KVNO sieht einen Vorteil in einem schrittweisen Übergang in die Selbstständigkeit. Die Beteiligten wissen so, was sie erwartet. Damit will die KVNO Ärztinnen und Ärzte motivieren, sich doch für die eigene Praxis zu entscheiden - gerade in Zeiten von Ärztemangel, insbesondere auf dem Land. Ziel ist es, die Versorgung der Patientinnen und Patienten langfristig zu sichern.

Die Startpraxis soll modern ausgestattet werden. Die KVNO kündigt Videosprechstunden und ein Anmeldeterminal in der Praxis an. Aktuell laufen noch Vorbereitungen für den Praxisstart. Neben geeigneten Räumlichkeiten werden auch noch Ärztinnen, Ärzte und Praxispersonal gesucht.

KVNO-Startpraxis für bessere Patientenversorgung

WDR Studios NRW 07.08.2025 00:46 Min. Verfügbar bis 08.08.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein

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