Städteregion Aachen - Bevölkerungsschutz muss in die Köpfe
Lokalzeit aus Aachen. 17.07.2025. 02:26 Min.. Verfügbar bis 17.07.2027. WDR. Von Christa Koch.
Im Katastrophenfall: Bunker in Simmerath für den Bevölkerungsschutz
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Die Städteregion Aachen macht ihren Bunker unter dem Bevölkerungsschutzzentrum in Simmerath fit. Von hier aus soll im Katastrophenfall der Krisenstab die Menschen zwischen Baesweiler und Monschau unter anderem mit Nahrung und Kleidung versorgen.
Wenn der Strom länger ausfällt, riesige Waldbrände in der Eifel wüten oder die Vicht extremes Hochwasser hat, will die Städteregion gerüstet sein. Der Bunker liegt tief unter der Erde in Simmerath.
Die Treppe, die hineinführt ist dunkel. Eine tonnenschwere, orange Tür versperrt den Eingang. Wer eintritt, muss sein Handy, seine Smartwatch und alles andere abgeben, was einen mit der digitalen Welt verbindet. Nichts, was hier besprochen wird, soll nach außen dringen. Auch, um Sabotageakte zu vermeiden. Sicherheit wird großgeschrieben.
Pläne für bis zu 3.000 Menschen
Selbst bei einem längeren Stromausfall funktioniert hier alles weiter. Eine Notstromversorgung und eine moderne Belüftungsanlage machen es möglich. Der Bunker ist die zentrale Leitstelle der Städteregion.
Einsatzbereit auch im Katastrophenfall
Von hier aus wird koordiniert, wie bis zu 3.000 Menschen im Ernstfall versorgt werden, die dann in dezentralen Turnhallen oder anderen Gebäuden untergebracht sind.
Zurück in die 1960er
Hier unten ist die Zeit stehengeblieben. Irgendwo in den 1960er Jahren. Das ist gut so, sagt Andreas Dovern vom Amt für Bevölkerungsschutz der Städteregion. Denn wenn der Strom weg ist, geht das Leben hier trotzdem weiter. In unzähligen Räumen lagert das, was die moderne Welt schon lange nicht mehr nutzt.
Voll analog: die Schreibmaschine
Schreibmaschinen, Durchschlagpapier und alles, was man sonst so benötigt, um im Ernstfall zu kommunizieren. Für den Strom sorgen Notstromaggregate.
Unsere Quellen:
- Städteregion Aachen
- Amt für Bevölkerungsschutz
- Reporter vor Ort