Studie über sexuellen Missbrauch an Schule in Vossenack
02:39 Min.. Verfügbar bis 26.02.2028.
Frühere Schüler des Gymnasiums erheben schwere Vorwürfe gegen den Franziskanerorden. Die Studie sei überfällig und käme viel zu spät, die sexuellen Übergriffe an Kindern und Jugendlichen sollen bereits zwischen 1950 und 1970 passiert sein.
Großteil der Tatverdächtigen lebt nicht mehr
Jahrelang sollen am Franziskus-Gymnasium Schülerinnen und Schüler missbraucht worden sein.
Ein Betroffener spricht von einer jahrelangen Vertuschungspraxis von Seiten des Franziskanerordens. Laut der Studie habe es keinen Fall gegeben, der von den Franziskanern selbst aufgedeckt worden sei. Erst 2010, Jahrzehnte nach den Taten, seien die meisten Fälle bekannt geworden. Inzwischen seien die meisten Tatverdächtigen längst verstorben.
Schule übernimmt Verantwortung
In einer Stellungnahme bedauert die Franziskus-Stiftung, die die Schule verwaltet, das Leid der Betroffenen. Man teile dem Schutz von Kindern und Jugendlichen höchste Priorität zu, heißt es da. Die Stiftung möchte nun die eigene Verantwortung und den Umgang mit den Vorwürfen aufarbeiten.
Alexander Fischer, Geschäftsführer der Franziskus-Stiftung, sagte dem WDR, dass er selbst an der Studie teilnehme. Er war selbst Schüler in Vossenack und sei geschockt, aber auch froh, dass jetzt alles aufgeklärt werden soll. Fischer sagte, er sei offen für Gespräche.
Am 05. März kommt der Provinzial, der an der Spitze des Franziskanerordens steht nach Vossenack, um mit Betroffenen und ihren Familien zu reden.
Unsere Quellen:
- Stellungnahme der Franziskus-Stiftung
- Studie des Münchener IPP Instituts
- Recherche des Bayrischen Rundfunks
- WDR-Reporter im Gespräch mit Alexander Fischer
Sendung: WDR2, Lokalzeit Aachen und Region, 26.02.2026, ab 09.30 Uhr.
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Aachen, 26.02.2026, 19.30 Uhr