Überfallserie: Spielhallen in Wuppertal im Visier
02:39 Min.. Verfügbar bis 18.02.2028.
Obwohl das Jahr erst angefangen hat, ermittelt die Wuppertaler Polizei bereits wegen sechs Überfällen auf Spielhallen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 gab es genau einen Raubüberfall in einer Spielhalle.
Zufällige Anhäufung oder Bandenkriminalität?
Das Muster ist bei den Überfällen immer das Gleiche: Die Räuber tauchen entweder am frühen Morgen oder am Abend auf, wenn wenig Betrieb ist. Dann werden die Beschäftigten mit einer Schusswaffe oder einem Messer bedroht und gezwungen, das Geld herauszugeben. Von den Tätern ist nur wenig bekannt: Abgesehen von weißen Sneakern waren sie immer dunkel gekleidet, das Gesicht verdeckt. Zumindest zweimal werden sie als etwa 25 Jahre alt beschrieben. Ob es einen Zusammenhang gibt, ist unklar, sagte ein Polizeisprecher.
Hohe Haftstrafen möglich
Für bewaffnete Raubüberfälle drohen empfindliche Haftstrafen. Nämlich bis zu 15 Jahre Gefängnis. Dafür fiel die Beute laut Polizei in allen sechs Wuppertaler Fällen äußert gering aus: Jeweils mehrere hundert Euro.
Hilfe für Opfer
Auch wenn der finanzielle Schaden eher gering ist, für manche Spielhallenaufsicht entwickelt sich so ein Überfall zu einer psychischen Dauerbelastung. Für die Polizei geht es daher nicht nur um Aufklärung der Straftat, sie vermittelt auch Experten, die sich um die Opfer kümmern. Etwa den Weißen Ring oder Fachleute aus der Traumaambulanz.
Unsere Quellen:
- Polizei Wuppertal
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 18.02.2026, 19:30 Uhr