Paketannahmestellen in Köln: Akkordarbeit für Weihnachtspakete
19.12.2025. 00:39 Min.. Verfügbar bis 19.12.2027. WDR.
Strahlend hält Elena zwei Versandbelege in der Hand. "Vor Weihnachten ist das Dauerstress, alle Pakete zu kaufen und zu versenden", sagt sie. "Heute kann ich sagen: die sind alle versendet!"
Gerade noch rechtzeitig, denn wenn ein Paket bis Heiligabend beim Empfänger ankommen soll, muss es bei dpd und Hermes bis zum Freitag (19.12.) abgegeben werden. Wer seine Sendung mit DHL verschickt, hat noch am 20. Dezember Zeit dafür.
Zusteller haben große Paketwelle hinter sich
Paketshop-Inhaber Mohammed Bouhamed hat kurz vor Weihnachten viel zu tun.
Damit alle Geschenke pünktlich unter dem Weihnachtsbaum liegen, nimmt Mohammed Bouhamed in seinem Paketshop in Köln-Ehrenfeld mit geübten Handgriffen ein Paket nach dem anderen an. "Es wird auch von Jahr zu Jahr immer mehr. Das ist herausfordernd, aber es funktioniert", sagt Bouhamed. Die Kundenschlange vor seinem Laden geht fast den ganzen Tag über bis auf die Straße.
Die größte Paketwelle haben Annahmestellen und Paketboten mit dem Black Friday aber schon hinter sich gelassen. Auch, wenn das Niveau an Zustellungen vor Weihnachten noch immer hoch ist, verrät Paketzusteller Florian. Er stellt seine Lieferung kurz in einem Büdchen ab.
Paketzusteller Guido Hemmersbach (r.) und sein Kollege haben kurz vor Weihnachten etwas weniger Lieferungen als davor
Auf der Hauptstraße stehen gleich mehrere Zustelltransporter gleichzeitig, um ihre Sendungen zu verteilen. Als Geschenkelieferanten haben sie den Weihnachtsmann schon vor Jahren abgelöst. Bei Zusteller Guido Hemmersbach sorgt das für glückliche Empfänger:
"Einige freuen sich richtig und wünschen einem frohe Weihnachten. Das ist ein schönes Gefühl!" Guido Hemmersbach, Zusteller
Dauerstress für Annahmestellen bis Januar
Bei Kiosk-Mitarbeiter Malik Yakobi sind es vor Weihnachten mehr als doppelt so viele Pakete wie sonst.
Besinnlichkeit, für die Frank Klein in seinem Kiosk keine Zeit hat. Ruhelos hechtet er zwischen Paketlager und Verkaufstresen hin und her: "Es ist ein enormer Druck. Vor Weihnachten sind es hier 50 Prozent Pakete mehr", sagt er. Andere Annahmestellen berichten von doppelt bis drei Mal so vielen Sendungen wie sonst.
Ruhiger werden könnte es in den Kiosken und Paketshops erst lange nach der Bescherung, bestätigt Frank Klein. "Das Problem ist: es wird nicht weniger. Geschenke werden wieder zurückgeschickt. Nach Weihnachten geht das los mit den Retouren. Das wird erst Mitte Januar ruhiger."
Unsere Quellen:
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
- DHL-Pressestelle
Sendung: WDR 2, Lokalzeit Rheinland, 19.12.2025, 12:31 Uhr