Roboter als Guide im Deutschen Museum in Bonn

Lokalzeit aus Bonn 22.09.2025 03:16 Min. Verfügbar bis 22.09.2027 WDR Von Anette Flentge

Roboter als Guide im Deutschen Museum in Bonn

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Das Deutsche Museum hat eine neue Mitarbeiterin. Mira ist ein menschenähnlicher Roboter und zum Beispiel als Guide im Einsatz.

"Guten Tag ich bin Mira" begrüßt der Roboter die Besucher. "Wie kann ich euch helfen?" Die zehnjährige Theresa und die neun Jahre alte Helena blicken fasziniert auf Mira, versuchen mit ihr zu kommunizieren. "Findest du die anderen Leute nett, die dir Fragen stellen?", will Theresa wissen. Mira muss ein bisschen nachdenken, bevor sie antwortet: "Ich bin so programmiert, dass ich mit allen Besuchern im Museum freundlich und hilfreich interagiere".

Menschenähnlicher Roboter aus England

Helena und Theresa beobachten, was Mira so kann. Der Roboter startet auf Knopfdruck. Er hat ein bisschen menschliche Züge, bewegt den Mund, rollt die Augen, blickt zur Seite. Manche Bewegungen, zum Beispiel die der Finger, wirken lebensecht. Es sei einer der fortschrittlichsten menschenähnlichen Roboter weltweit und komme aus England, sagt Tanja Löschner vom Deutschen Museum in Bonn. Er bewege sich mit 61 Motoren, 27 davon allein im Gesicht.

Projekt der TH Köln

Mira wirkt empathisch, reagiert mit unterschiedlichen Gesichtszügen. Gefüttert, gesteuert und begleitet wird Mira im Deutschen Museum von Alexander Eberhard und Anna Müller von der TH Köln. Sie gehören zum Projekt Skilled, haben dem Roboter Fähigkeiten antrainiert. Sie untersuchen die Gestaltung sozioempathischer Künstlicher Intelligenz im öffentlichen Raum, trotzdem datenschutzkonform. Was der Roboter sage, passiere aber nur über die KI.

Roboter erzeugt auch Ängste

Ein Besucher steht vor einer Glaswand, dahinter Roboter Mira.

Mira löst ganz unterschiedliche Gefühle bei den Besuchenden aus.

Die Museumsbesucher werden nicht mit Mira allein gelassen, es steht immer jemand dabei. Denn allein die Mimik und Gestik reiche, dass Menschen das Gefühl haben, die flirtet mit mir, sie atmet oder sie macht mich nach, hat Tanja Löschner beobachtet. Eine ältere Dame sei verängstigt, weil sie Sorge hat, dass dies die letzte Station sein könnte, wenn man alleine ist, aus dem Fenster starrt und wird dann auch noch von einem Roboter betreut, der die Gefühle, die man selbst hat, gar nicht spiegelt.

Reden mit einem Roboter ist cool

"Du denkst, dass es eine normale Person ist, aber sie kann nicht Sachen, die ein normaler Mensch jetzt zum Beispiel kann", gibt Theresa ihre Eindrücke wieder. Und Helena meint: "Es war eigentlich ganz cool so mit nem Roboter zu reden. Aber es war auch ein bisschen nervig, dass sie nicht so viele Fragen beantworten konnte."

Mira kann nur, was man ihr beigebracht hat

Zähne putzen kann Mira übrigens nicht allein. Körperpflege braucht sie aber genau wie ein Mensch täglich, damit sie nicht verstaubt. Mira weiß nur, womit sie gefüttert wurde. "Kennst du Witze?" fragt Helena. Darauf antwortet Mira mit einer Frage. "Wo wohnen Katzen?" Und gibt auch gleich die Antwort: "Im Miezhaus!"

Unsere Quellen:

  • Deutsches Museum
  • WDR-Reporterin vor Ort

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