NRW-Verkehrsminister Krischer will Baustellenmanagement verbessern
19.02.2026. 00:58 Min.. Verfügbar bis 19.02.2028. WDR.
Baustellen und Verkehrsbeeinträchtigungen sind der Hauptgrund für Staus und Wartezeiten im Straßenverkehr. NRW gilt als Stauland Nummer eins - ein erhebliches Risiko auch für den Wirtschaftsstandort.
Damit die Landesverkehrszentrale in Zukunft einen genauen Überblick über die zahlreichen Baustellen im Land bekommt, sollen die Kommunen ein einheitliches Meldesystem nutzen.
Meldesystem wurde schon 2019 eingeführt
Bisher nutzen nur 155 von knapp 400 Kommunen in NRW das Meldesystem TIC (Traffic Information Center). Ein großes Problem für die Koordinierung der Baustellen.
In der Landesverkehrszentrale werden die Verkehrsdaten ausgewertet.
Mit dem neuen Meldesystem kann zum Beispiel schon im Voraus erkannt werden, wenn auf einer Umleitungsstelle einer bestehenden Baustelle eine neue Baustelle eingerichtet werden soll.
Autofahrer können sich schon jetzt auf der Internetseite von Straßen.NRW über anstehende Baustellen und emfpohlene Umleitungen informieren und in Echtzeit einen Überblick über Staus bekommen.
Landesverkehrsminister Krischer appelliert an die Kommunen
Ab 2027 sollen die Kommunen in NRW verpflichtet werden das TIC zu nutzen. Viele Städte nutzen bisher eigene oder andere Systeme zur Datenerfassung ihrer Verkehrswege.
Diese können über eine Schnittstelle aber oft leicht in das TIC-System eingefügt werden. Strafen soll es für die Kommunen, die das Meldesystem nicht nutzen wollen, vorerst nicht geben.
Landesumweltminister Krischer sagte dazu: "Wir stellen den Kommunen das System kostenfrei zur Verfügung. Trotzdem führt es bisher ein Schattendasein. Wir müssen die dringend nötigen Baustellen bei uns im Land besser koordinieren, um Staus zu verhindern und Umleitungen zu nutzen."
Unsere Quellen:
- Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW
- Reporter vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Köln, 19.02.2026, 18.09 Uhr