Der von der Stadt ausgesuchte Ort ist der falsche Standort, so die Initiative

Hier soll das Suchthilfezentrum entstehen

Bürger gründen Interessengemeinschaft gegen Kölner Suchthilfezentrum

Stand:

Der Widerstand wächst. Bürger wehren sich gegen das Suchthilfezentrum, das die Stadt Köln in der Innenstadt am Perlengraben plant.

Die Stoßrichtung der neu gegründeten Interessengemeinschaft Pantaleonsviertel in Köln ist klar. Sie halten die Planung der Stadt für ein Suchthilfezentrum in ihrem Veedel für falsch.

Vorstandsvorsitzender Andreas Zittlau

Andreas Zittlau, Vorstandsvorsitzender der Interessengemeinschaft

Der Sprecher der Initiative, Andreas Zittlau sagt, dass suchtkranken Menschen geholfen werden müsse, auch die Situation rund um den Neumarkt müsse verbessert werden. "Das zugrunde liegende Suchthilfekonzept ist aus unserer Sicht aber nicht ausgereift", so Zittlau weiter. Die neue Interessengemeinschaft ist ein Zusammenschluss aus Anwohnern, Eigentümern und Gewerbetreibenden.

Brief an Kölner Oberbürgermeister

Die Anwohnerinnnen und Anwohner sind davon ausgegangen, dass an der Stelle des geplanten Zentrums nach langer Planung ein Kinderspielplatz entsteht. Stattdessen sind die Menschen vor Ort kurz vor Weihnachten mit der Meldung des neuen Gebäudes überrascht worden. In einem Brief an den neuen Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester und an alle Ratsfraktionen schreiben zwei Kritikerinnen, dass das Problem vom Neumarkt lediglich an den Perlengraben verschoben werden würde.

Gegen Suchthilfezentrum - Bürger gründen Initiative

WDR Studios NRW 06.01.2026 00:33 Min. Verfügbar bis 05.01.2028

Viele Schulen im Umfeld

Ein wichtiger Punkt in dem Schreiben an den Oberbürgermeister ist, dass im Bereich des neuen Zentrums sehr viele Schulen existieren. Die Haltestelle Severinstraße, die sich in unmittelbarer Nähe befindet, würde täglich von "unzähligen" Schülerinnen und Schülern genutzt. Die Stadt selbst hatte in ihren Informationen vor Weihnachten im direkten Umfeld nur ein Berufskolleg erwähnt, deren Schülerschaft schon "älter" sei.

Zustimmung im Stadtrat verhindern

Die Interessengemeinschaft will nun nach eigenen Angaben "Stimmen der Betroffenen sammeln, Aktivitäten bündeln und Maßnahmen ergreifen", um eine Zustimmung im Kölner Stadtrat am 5. Februar für das Hilfszentrum zu verhindern. Dazu soll es auch in den kommenden Wochen eine Anwohnerversammlung geben. Am 20. Januar hat die Stadt schon vor einiger Zeit zu einer Infoveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger eingeladen.

Stadt Köln prüft Baumbestand

Nach Angaben der Stadtverwaltung wird an der Stelle, wo das Hilfszentrum entstehen soll, momentan der Baumbestand geprüft. Allerdings stehe zu diesem Zeitpunkt nicht fest, ob oder in welchem Umfang Bäume gegebenenfalls gefällt werden müssten.

Unsere Quellen:

  • Interessengemeinschaft Pantaleonsviertel
  • Stadt Köln

Sendung: WDR 2, Lokalzeit Köln, 6. Januar 2026, 16.30 Uhr

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