Prozess: Mann beschädigt insgesamt 200 Autos | WDR Aktuell

00:31 Min. Verfügbar bis 09.01.2028

200 Autos in Köln demoliert: Angeklagter soll psychisch krank sein

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Scheiben eingeschlagen, Reifen zerstochen: Eine Vandalismusserie landet ab Freitag vor dem Kölner Landgericht. Ein 39-Jähriger ist angeklagt. Er soll an einer "wahnhaften Belastungsstörung" erkrankt sein.

Im September 2025 veröffentlicht die Kölner Polizei eine für viele Menschen beruhigende Nachricht. Ein Mann sei festgenommen worden. Er stehe im dringenden Verdacht etliche Autos in verschiedenen Kölner Stadtteilen demoliert zu haben.

Mögliche Unterbringung in psychiatrischer Einrichtung

Vor Gericht schweigt der Angeklagte nun zu den Vorwürfen. Sein Verteidiger sagte, dass der Mann unter einer wahnhaften Belastungsstörung leide.

Er ist Palästinenser und habe bereits als Jugendlicher in Israel in Haft gesessen, heißt es. Sein Wunsch wäre es wieder in seine Heimat zu gehen, doch das sei zu gefährlich.

Der Anwalt geht von einer langwierigen Behandlung aus. Auch die Vorsitzende Richterin in dem Verfahren gab am Freitag den Hinweis, dass der Angeklagte möglicherweise dauerhaft in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen werden müsse. 

Keinen festen Wohnsitz in Deutschland

Dem jetzt 39 Jahre alten Mann wirft die Staatsanwaltschaft Sachbeschädigung in mehr als 200 Fällen vor. Er soll vorrangig in den Stadtteilen Bayenthal und Marienburg mehr als 200 Fahrzeuge beschädigt haben.

In verschiedenen Kölner Stadtteilen soll ein Mann Autos beschädigt haben

Auch ein Tatort: Goltsteinstraße in Köln-Bayenthal

Die Anklage spricht davon, dass der Mann unter anderem auf Front- oder Heckscheiben der Autos eingeschlagen, den Lack zerkratzt oder Reifen zerstochen hat. Bei seiner Festnahme im September 2025 sagte die Kölner Polizei, dass der Mann mit israelischer Staatsangehörigkeit keinen festen Wohnsitz hatte.

Acht Verhandlungstage angesetzt

Den Gesamtschaden der Beschädigungen beläuft sich laut Staatsanwaltschaft auf mehr als 220.000 Euro. Für den Prozess sind acht Verhandlungstage angesetzt.

Mann saß bereits in Untersuchungshaft

Der Mann saß bereits nach etlichen Beschädigungen von Autos in Untersuchungshaft, wurde daraufhin aber verschont, wie es im Juristendeutsch heißt. Der Mann leide offenbar an einer psychischen Krankheit, und sollte sich nach der U-Haft behandeln lassen.

Dazu sei es aber nicht gekommen, heißt es aus Justizkreisen. Der Mann habe daraufhin weiter Autos beschädigt, bis zu seiner erneuten Festnahme.

200 Autos demoliert: Prozess gegen Mann in Köln wegen Vandalismus

WDR Studios NRW 08.01.2026 00:45 Min. Verfügbar bis 08.01.2028

Unsere Quellen:

  • Staatsanwaltschaft Köln
  • Polizei Köln

Sendung: WDR.DE, Vandalismus an 200 Autos in Köln - Mann angeklagt, 09.01.2026, 06.15 Uhr

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