Beim Rosenmontagszug mittendrin auf dem Wagen feiern – das war für Rollstuhlfahrerinnen, Rollstuhlfahrer und bewegungseingeschränkte Menschen bisher kaum möglich. Auf einem neuen Karnevalswagen können nun erstmals 14 Menschen mitfahren, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind.
Aufwendiger Ausbau des Wagens
Der Karnevalswagen kommt gut an
Gebaut wurde der Wagen von der Karnevalsgesellschaft KG Gemeinsam Jeck. Im Boden sind Schienen verbaut, an denen bis zu vier Rollstühle sicher befestigt werden können. Für Menschen mit Rollatoren seien zusätzlich Sitzbänke eingebaut worden.
Barrierefrei, aber technisch überschaubar
Der Ein- und Ausstieg erfolgt über eine Rampe am Ende des Wagens. Nach Angaben des Vereins war die Bauphase nicht komplizierter als bei herkömmlichen Rosenmontagswagen. Statt einer Treppe sei eine Rampe angebracht worden, dazu kamen spezielle Bodenhalterungen für die Rollstühle.
Bauzeit und Kosten im üblichen Rahmen
Rund neun Monate dauerte der Bau des Wagens. Das entspricht laut Verein einer normalen Bauzeit für einen Karnevalswagen. Auch die Kosten lagen im üblichen Rahmen und waren vergleichbar mit denen klassischer Wagen. Möglich wurde der Bau durch die Unterstützung mehrerer Sponsoren, so der Verein.
Plätze bereits vergeben
Die 14 Plätze für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sind für den kommenden Rosenmontag bereits vollständig vergeben. Weitere Mitfahrmöglichkeiten gäbe es in diesem Jahr nicht.
Keine weiteren Wagen geplant
Trotz der positiven Resonanz plant die KG Gemeinsam Jeck derzeit keine weiteren Wagen dieser Art. Der Verein, der in diesem Jahr sein elfjähriges Bestehen feiert, setzt sich weiterhin grundsätzlich für mehr Inklusion im Karneval ein.
Unsere Quellen:
- Karnevalsgesellschaft "Gemeinsam Jeck e.V."
Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 05.01.2026, 09.31 Uhr