In fünf Jahren soll Schluß sein mit dem Tagebau Hambach, das ist gesetzlich beschlossen. Für die Naturschützer ist klar, das etwa 500 Hektar große Waldstück zwischen Köln und Aachen muss unter Schutz gestellt werden. Der BUND schlägt deshalb vor, den Wald als so genanntes Wildnisentwicklungsgebiet auszuweisen.
Symbol des Protestes gegen den Braunkohletagebau
Dafür spreche, dass sich das Waldgebiet sieben Jahre nach der Polizeiräumung des von Braunkohlegegnern besetzten Waldes immer mehr erhole. Die Natur – so der BUND - hole sich ihre Flächen zurück.
Natürlich Entwicklung fördern
Als Wildnisentwicklungsgebiet soll der Hambacher Forst vor weiteren Beeinträchtigungen geschützt werden. Seine natürliche Entwicklung soll gefördert werden. Die Umweltschützer wollen, dass das Waldgebiet mit anderem Wäldern am Braunkohletagebau wieder vernetzt wird. Das würde die Biotopsysteme am Tagebaurand weiter stärken.
Land plant Stiftung
Noch gehört das Waldgebiet dem RWE-Konzern. Pläne des Landes sehen aber vor, dass der Wald an eine Stiftung übergeben werden soll. Die entsprechenden Gespräche befinden sich wohl kurz vor der Zielgerade. Einen solchen Schritt unterstützt auch der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland. Er drängt schon lange darauf, dass das Land den Wald am Braunkohletagebau Hambach übernimmt.
Rodung Sündenwäldchen ab 1. Oktober?
Das Sündenwäldchen bei Manheim soll weichen
Ein anderes Waldgebiet muss den Baggern aber noch weichen – das Manheimer Sündenwäldchen. Der RWE-Konzern will hier Sand und Kies fördern, damit sollen die Böschungen am künftigen Hambacher See stabilisiert werden. Die Rodungen könnten am 1. Oktober beginnen.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
- BUND