Halloween-Gruselfahrt per Bahn durch Düsseldorf | Kurzvideo

00:23 Min. Verfügbar bis 31.10.2027

Wer traut sich? Halloween-Gruselfahrt per Bahn durch Düsseldorf

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An Halloween wird sich gegruselt. Für einige Kinder ging es dafür auf eine ganz besondere Bahnfahrt durch Düsseldorf.

Vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof wird es am Abend voll. Kleine Hexen, Geister und Vampire füllen den Bahnsteig acht und warten auf die Straßenbahn. Heute ist sie kein normales Verkehrsmittel, denn es ist auch kein gewöhnlicher Freitagabend. Es ist der 31. Oktober, Halloween.

Der Sonderzug fährt ein. Schnell sind alle eingestiegen. Leise ratternd schiebt sich die Historische Bahn vom Hauptbahnhof über die Schienen.

Rollender Grusel durch Düsseldorf

Diese Fahrt ist eine gemeinsame Veranstaltung der Rheinbahn und der Zentralbibliothek Düsseldorf für Kinder. Für die nächsten zwei Stunden verwandelt sich die Bahn in einen rollenden Lesesaal, ein bisschen Grusel inklusive.

Zwei Frauen, die als Kürbis verkleidet sind, sitzen in einer Bahn.

Die beiden Bibliothekarinnen, verkleidet als Kürbisse, lesen vor

Kleine Girlanden mit Fledermäusen und Kürbissen zieren die Fenster, von der Decke baumeln Spinnen und silberne Luftschlangen. Während sich die Bahn durch die Stadt bewegt, beginnen Bibliothekarin Michaela Hutzheimer und ihre Kollegin mit dem Vorlesen.

Interaktive Geschichte mit Spannung

"Wer von euch kennt 'Das kleine böse Buch'?" Viele Hände gehen nach oben und für alle, die es noch nicht kennen, ist das Konzept schnell erklärt. Es ist eine Art interaktivies Buch, gelesen wird nicht von vorne bis hinten. Stattdessen müssen die Leser - oder heute eher die Zuhörer - an verschiedenen Stellen Rätsel lösen, um die richtige Seite zu finden, an der die Geschichte weitergeht.

Die Bahn fährt einmal durch die Stadt. Doch wo genau die Strecke entlang führt, bekommt drinnen kaum jemand mit - zu spannend sind Gefahren wie Nerven-Labyrinthe, Monster und die Gedankenpolizei, die im Buch warten.

Knifflige Rätsel gemeinsam lösen

Der achtjährige Noah ist mit seiner Mutter gekommen. Noah ist nicht nur Halloween-Fan, sondern begeistert sich auch für Bahnen. "Diese hier ist anders als normale Bahnen", meint er. "Vorne kann man viel besser gucken."

Mutter und Sohn sind über ein Blatt Papier gebeugt und sitzen in einer Bahn

Noah rätselt gemeinsam mit seiner Mutter

Nach und nach werden Rätsel gelöst. Dafür verteilen die beiden Mitarbeiterinnen der Bibliothek ausgedruckte Zettel. Gemeinsam mit seiner Mutter überlegt Noah, was die Lösung sein könnte. Er findet die Rätsel "spannend. Ein bisschen schwer auch, aber dann ging es." Nach ein paar Minuten wird abgestimmt, welche Lösung die richtige war, dann wird weitergelesen.

Gruselgeschichte, Gruselkostüm - das volle Programm

Zwei verkleidete Personen sitzen an Halloween in einer Bahn

Lino und Maike Föll in Grusel-Outfits

Auch der neunjährige Lino findet die Rätsel nicht leicht. Er ist mit seiner Mutter Maike Föll dabei. Eine Freundin hatte ihnen erzählt, dass die Gruselbahn durch Düsseldorf fährt. Da Lino alle Bücher der Gruselreihe kennt, war klar: Hier wollen sie mitmachen. Für diesen Anlass haben sie sich in Schale geschmissen: Maike als "Mutter Spinne", Lino als eine Mischung aus Arzt, Pfarrer und Erfinder, wie er erklärt.

Nach einer kurzen Pause am Betriebshof der Rheinbahn geht es dann zurück in Richtung Hauptbahnhof. Auf der Rückfahrt wird nicht mehr gelesen, sondern gebastelt: kleine, schwarze Spinnen aus Pfeifenputzern und Gespenster-Laternen.

Bahnfahrt soll anregen, zu Hause weiterzulesen

Wie das kleine, böse Buch ausgeht? Das wird zumindest auf der Bahnfahrt nicht mehr geklärt. "Ich weiß von vorherigen Fahrten, dass danach einige Kinder in der Bibliothek standen und sich angemeldet haben, um das Ende des Buchs zu erfahren", erinnert sich Bibliothekarin Hutzheimer.

Und spätestens im nächsten Jahr gibt es dann die nächste Gruselgeschichte - denn dann soll es wieder eine Lesung in der Bahn geben.

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter vor Ort
  • Rheinbahn Düsseldorf
  • Zentralbibliothek Düsseldorf
  • Interview mit Michaela Hutzheimer, Bibliothekarin

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