NRW Schule gewinnt Margot Friedländer Preis
Aktuelle Stunde . 17.09.2025. 08:56 Min.. UT. Verfügbar bis 17.09.2027. WDR. Von Alexa Schulz.
Die Preisverleihung fand am Dienstagabend in Berlin statt. Unter den insgesamt fünf Preisträgern waren auch Schüler der Realschule und des Gymnasiums Korschenbroich.
Die Schüler bei der Preisvergabe
Die Schüler und Schülerinnen der beiden Schulen haben sich in einer "Geschichtswerkstatt" zusammengetan. Ihr Ziel ist es, die Opfer des Nationalsozialismus nicht zu vergessen. Dazu interviewen sie zum Beispiel Zeitzeugen aus der Region und putzen die sogenannten Stolpersteine, die für von den Nazis ermordete Jüdinnen und Juden stehen.
Freiwilliges Projekt gegen das Vergessen
Die Realschullehrerin Eva Hermanns betreut das freiwillige Schulprojekt. Gemeinsam mit ihren Schülern will sie über jüdische Schicksale in Korschenbroich aufklären.
"Wir suchen immer: Was hat das noch mit uns zu tun? Wie prägt das, was vor 80 Jahren war, uns heute noch - auch unsere 14-, 15- und 16-Jährigen? Das ist toll." Eva Hermanns
Eva Hermanns hat vor 17 Jahren die "Geschichtswerkstatt" gegründet. Dafür gab es jetzt für ihre Schülerinnen und Schülerin und sie den Margot-Friedländer-Preis - und obendrauf 25.000 Euro Preisgeld. Das Geld soll in die Arbeit der "Geschichtswerkstatt" fließen.
Preis für Menschlichkeit und Aufklärung
Margot Friedländer im WDR-Interview
Benannt ist der Preis nach Margot Friedländer, einer Holocaust-Überlebenden und Zeitzeugin. Bis zu ihrem Tod im Mai hat sie sich gegen Antisemitismus eingesetzt. Was von ihr bleibt, das sind nicht nur eindrucksvolle Reden gegen das Vergessen – sondern auch der Margot-Friedländer-Preis.
Der Preis wird an Menschen und Initiativen verliehen, die sich für Toleranz, Menschlichkeit, Freiheit und Demokratie einsetzen und zur Aufklärung über den Holocaust und Antisemitismus beitragen.
Seit 2024 vergibt ihn die neu gegründete Margot-Friedländer Stiftung. Davor, zwischen 2014 und 2023, wurde er von der Schwarzkopf-Stiftung zusammen mit Margot Friedländer vergeben.
Unsere Quellen:
- Margot-Friedländer-Stiftung
- WDR-Reporter vor Ort