Mögliche Auswirkungen auf die Welt und uns
Aktuelle Stunde . 28.02.2026. 25:28 Min.. UT. Verfügbar bis 28.02.2028. WDR. Von Andrea Moos.
Gestrandet am Flughafen Düsseldorf: Regina und Edgar Nitz aus Bochum wollten am Samstag eigentlich zum Urlaub nach Thailand. Die Reise sollte mit einem Zwischenstopp über Dubai gehen. Doch daraus wird jetzt vorerst nichts. "Wir haben nur gehört, dass der Luftraum über Dubai gesperrt ist", sagt Regina Nitz dem WDR. Wenig später wird der Flug komplett gestrichen.
Flugzeuge umfliegen nicht nur den Iran und den Irak
So wie dem Ehepaar Nitz geht es heute vielen. Denn Reisen nach Südostasien oder Australien gehen oft mit einem Zwischenstopp in Dubai einher. Die Stadt liegt am persischen Golf in direkter Nachbarschaft zum Iran. Sie sei eigentlich ganz froh, dass sie noch nicht abgeflogen sind, meint Nitz. Auch wenn ihr Urlaub gerade zu scheitern droht. "In so ein Krisengebiet? Da bin ich in Düsseldorf doch besser aufgehoben."
Lufthansa streicht Flugplan zusammen
Bis zum 7. März würden alle Flüge nach Tel Aviv in Israel, in Irans Hauptstadt Teheran, Libanons Hauptstadt Beirut, Jordaniens Hauptstadt Amman und Erbil im Irak annulliert, teilte unter anderem die Lufthansa am Samstag mit. Bis dahin würden die Lufträume dieser Länder nicht genutzt. Zusätzlich würden alle Flüge von und nach Abu Dhabi bis einschließlich Sonntag gestrichen, hieß es weiter.
Sicherheit gehe vor, sagte der Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt dem WDR am Samstag. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine europäische Airline die Region noch anfliegt." Angesichts der Einschläge iranischer Raketen in Doha, Dubai und Bahrain sei das Risiko für den zivilen Luftverkehr einfach zu groß.
Offizielle Reisewarnung für zahlreiche Länder
Die Bundesregierung hat derweil eine offizielle Reisewarnung für zahlreiche Länder in der umkämpften Region ausgesprochen. Die Warnungen gelten für die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und Katar - und zudem für Bahrain, Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Libanon und Saudi-Arabien. Reisewarnungen werden laut Auswärtigem Amt immer dann ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass in dem betreffenden Land "jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht".
Unsere Quellen:
- Interview mit Regina Nitz
- Pressemitteilung Lufthansa
- Deutsche Presse-Agentur
Sendung: WDR-Fernsehen, Aktuelle Stunde, 28.02.2026, 18.45 Uhr