Hilden: E-Auto ohne eigene Wallbox? Auch für Mieter ist es möglich

WDR 03:15 Min. Verfügbar bis 27.03.2028

Hilden: E-Auto ohne eigene Wallbox? Auch für Mieter ist es möglich

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Neue Spannungen und Lieferengpässe bei Benzin und Co., Tanken wird immer teurer - Gleichzeitig lockt der Staat mit attraktiven Förderungen für den Umstieg auf die Elektromobilität. Doch was bedeutet das für die tausenden Menschen in Düsseldorf und Umgebung, die in einer Mietwohnung ohne Garage oder festen Stellplatz leben? Kann ein E-Auto ohne eigene Wallbox wirklich funktionieren? Erfahrungsberichte aus Hilden.

Von Florian Zeeh

Samuels E-Auto braucht Strom. Seine Stammladestation: Der "Seed & Greet“ Ladepark am Kreuz Hilden. "33 Säulen sind verfügbar. Und das reicht uns, wir brauchen nur eine“, sagt er. Der 26-jährige Softwareentwickler ist auf solche öffentlichen Stationen angewiesen.

Samuel vor den Ladesäulen in Hilden.

E-Auto-Fahrer Samuel vor den Ladesäulen in Hilden

Zuhause kann er nicht laden, denn er müsste "das Kabel über die Straße legen und das ist in Deutschland natürlich ein heikles Thema“. Trotzdem hat er sich für ein E-Auto entschieden.
Samuels Fazit nach einiger Zeit: "Früher war es komplizierter, aber mittlerweile gibt es so viel Infrastruktur.“ Seine Routine: Einmal die Woche zum Laden fahren, dabei Freunde treffen – die halbe Stunde Wartezeit vergeht so wie im Flug.

Nicht alles läuft so einfach bei Elektroautos ohne Wallbox

Ein Kunde der Ladestation in Hilden vor den Säulen.

Mike Faust fährt privat kein E-Auto

Doch nicht jeder teilt diesen Optimismus. Mike Faust fährt beruflich E-Autos und kennt die Tücken. Er kritisiert, dass Lade-Apps ihn oft zu "Ladestellen führen, die veraltet sind oder eine minimale Ladekapazität haben“. Privat bleibt er daher beim Verbrenner. Für ihn ist ein Umstieg erst eine Option, wenn die Autos eine Reichweite von "1.000, 1.200 Kilometern“ schaffen.

Vorzeige-Ladepark in Hilden

Ein Mann steht vor einer Brottheke.

Bäckermeister Roland Schüren hat den Ladepark in Hilden geschaffen

Dass es für Samuel so gut funktioniert, liegt auch am besonderen Konzept des Hilden-Ladeparks. Bäckermeister Roland Schüren hat hier eine der größten Stromtanken Europas geschaffen, die sogar mit dem Solarpreis ausgezeichnet wurde. Seine Motivation war einfach: Das Autobahnkreuz als Top-Standort nutzen und die Ladepause mit "dem Kaffee, dem Brötchen und dem Kuchen“ versüßen.

Die Ladestation in Hilden aus der Vogelperspektive.

Der Hildener Ladepark von oben

Für Samuel zahlt sich das aus: Fürs Vollladen bezahlt er nur 35 bis 40 Euro – etwa die Hälfte einer Tankfüllung. Seine Entscheidung bereut er keine Sekunde: "Wir sind echt super froh, dass wir den gerade jetzt angeschafft haben.“

Unsere Quellen:

  • Gespräche mit zwei Elektroauto-Nutzern
  • Gespräch mit dem Entwickler des Hildener Ladeparks

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Düsseldorf, 26.03.2026, 19:30 Uhr  

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