Vermisstenfall Debbie Sassen: Heute weitere Durchsuchungen in Düsseldorf
00:45 Min.. Verfügbar bis 06.03.2028.
Vermisstenfall Debbie Sassen: Weitere Durchsuchungen in Düsseldorf
Stand:
Die damals achtjährige Debbie ist vor etwa 30 Jahren auf dem Heimweg verschwunden. Seit gestern sucht die Polizei ihre Leiche. Bei Durchsuchungen auf einem Grundstück im Stadtteil Wersten sind Ermittler am Freitag nicht fündig geworden.
Auch Jahrzehnte nach dem Verschwinden von Debbie Sassen in Düsseldorf geben die Ermittler nicht auf. Die Polizei hat am Donnerstag den Betonboden einer Gartenhütte im Stadtteil Wersten aufgebrochen. Auf demselben Grundstück hatten die Ermittler schon vor einigen Wochen eine Sickergrube ausgehoben. Die Durchsuchungen wurden heute weitergeführt.
Das Wasser wird abgelassen
Nach WDR-Informationen sind die Einsatzkräfte am Freitagvormittag beim Ausheben des Erdreichs auf eine Wasserschicht gestoßen. Die Feuerwehr rückte daraufhin an und pumpte Wasser aus der Sickergrube ab. Sterbliche Überreste wurden jedoch im Verlauf der Suche nicht gefunden, bestätigte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am späten Freitagnachmittag.
Frühere Hausbesitzer
Die Feuerwehr rückt an und pumpt das Wasser ab
Der heutige Hausbesitzer lebt nach WDR-Informationen seit Ende der 2010er Jahre auf dem Grundstück. Das Gebäude soll aus den späten 1980er Jahren stammen. Die Laube, die aktuell untersucht wird, soll erst nach dem Verschwinden von Debbie errichtet worden sein.
Suche nach Debbies Leiche
So war die damals achtjährige Debbie am Tag des Verschwindens gekleidet
Grund für die erneuten Durchsuchungen sind neue Hinweise. Vor Ort wird nach Debbies Leiche gesucht, sagt die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft. Die Rheinische Post hatte zuerst darüber berichtet. In der Nähe war Debbies Grundschule, in deren Umfeld sie das letzte Mal gesehen wurde.
Verdächtiger nicht aus familiärem Umfeld
Etwa 30 Jahre nach dem Verschwinden der damals achtjährigen Debbie verdächtigt die Polizei seit diesem Jahr einen Mann, der laut Staatsanwaltschaft nicht aus dem familiären Umfeld des Opfers stammt. Die Beamten gehen davon aus, dass Debbie auf dem Heimweg nach der Schule ermordet wurde. Neben der Sickergrube hat die Polizei Ende Januar dieses Jahres auch fünf Wohnungen durchsucht.
Mädchen verschwand auf dem Heimweg von der Schule
Das Mädchen, Deborah Sassen, besuchte im Jahr 1996 am Vormittag ihre Grundschule am Rheindorfer Weg in Düsseldorf-Wersten. Auf dem Heimweg bemerkte sie, dass sie etwas vergessen hatte und sie deswegen nochmal zurück in die Schule musste. Dann verließ Debbie die Schule durch die Hintertür.
Ihr Elternhaus lag nicht mal 1.000 Meter von der Schule entfernt. Aber Debbie kam nie zu Hause an. Weder ihre Leiche noch der Täter, wurden bisher gefunden.
Transparenzhinweis: In einer früheren Version dieses Textes hieß es, der Verdächtige stamme aus dem familiären Umfeld des Opfers. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft hat sich das als falsch herausgestellt. Der Verdächtige stammt nicht aus dem familiären Umfeld des Opfers.
Unsere Quellen:
- WDR-Gespräch mit der Polizei Düsseldorf
- WDR-Gespräch mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 06.03.2026, 12:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Düsseldorf, 06.03.2026, 18:09 Uhr