Die Täter sollen sich am Telefon als falsche Bankmitarbeiter ausgegeben und so über 750.000 Euro erbeutet haben. Laut der Dortmunder Staatsanwaltschaft, die die Ermittlungen leitet, sollen die Betrüger ein eigens angemietetes Büro in Bochum als Telefonzentrale genutzt haben. Außerdem wurde eine Schließfachfirma in Düsseldorf durchsucht – dort vermuten die Ermittler Bargeld und Wertsachen aus den Straftaten.
Ermittlungsschwerpunkt im Ruhrgebiet
Weitere Durchsuchungen gab es unter anderem in Essen, Gelsenkirchen und Herne. Dabei stellten die Einsatzkräfte Bargeld, hochwertige Uhren, Laptops und drei Luxusautos sicher. Die Einsatzkräfte vollstreckten insgesamt 13 Durchsuchungsbeschlüsse und vier Haftbefehle. Weitere Personen wurden festgenommen.
Polizei warnt vor Betrugsmasche
Im Rahmen der Aktionswoche gegen sogenannte Schockanrufe warnt die Polizei vor dieser Betrugsmasche: Täter geben sich am Telefon als Angehörige, Polizeibeamte oder andere Vertrauenspersonen aus und setzen ihre Opfer unter Druck. Damit wollen sie an Geld oder sensible Daten kommen. Die Polizei rät: Niemals persönliche Daten am Telefon preisgeben, keine Bankgeschäfte telefonisch durchführen und im Zweifel die 110 wählen.
Unsere Quellen:
- Staatsanwalt Henner Kruse, Staatsanwaltschaft Dortmund
- Polizei Dortmund
Über dieses Thema berichten wir am 14.11.2025 auch im Radio: WDR 2 Rhein und Ruhr