6.000 neue Wohnungen pro Jahr in Köln? Zehn-Punkte-Plan veröffentlicht
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Bis zu 6.000 Wohnungen pro Jahr könnten in Köln entstehen, wenn sich Verwaltung und Politik bei der Schaffung von Wohnungen einig sind. Was dafür notwendig ist, hat die Wohnungswirtschaft jetzt in einem Zehn-Punkte-Plan aufgelistet.
Ganz oben auf der Forderungsliste steht: Bauen müsse ein überragendes öffentliches Interesse sein. Das heißt, andere Belange, wie zum Beispiel die Ausweitung von Gewerbeflächen oder der Erhalt von Grünflächen, sollen dann bei der Abwägung zurückstehen.
Auch die Baustandards müssten gesenkt werden. Dabei orientiert sich der Zusammenschluss aus Haus- und Grundbesitzern sowie Bau- und Immobilienfirmen an der Stadt Hamburg. Sie habe es vorgemacht, wie durch geringere Auflagen günstiger Wohnungen gebaut werden können.
Die Ausweisung neuer Bauflächen, schnellere Genehmigungsverfahren oder mehr geförderter Wohnungsbau stehen ebenfalls auf der Liste.
Forderung an neuen Kölner OB
Die Forderungen aus dem Zehn-Punkte-Plan richten sich an den kommenden Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester. Der hatte den fehlenden Wohnraum bereits selbst zum Thema im Wahlkampf gemacht und vor allem die Schaffung einer neuen städtischen Wohnungsbaugesellschaft angekündigt.
Ob die Stadt allerdings dafür angesichts der schlimmen Haushaltslage genügend Geld hat, steht in Frage. Einig sind sich allerdings alle Akteure: Ausreichend bezahlbarer Wohnraum fehlt dringend.
Unsere Quellen:
- Kölner Wohnungswirtschaft
- Oberbürgermeister Torsten Burmester
Über das Thema berichten wir am 01.10.2025 auch im Radio auf WDR 2: Lokalzeit aus Köln, 12:30 Uhr.