Personen in Arbeitskleidung laden eine gefällte Tanne auf einen Anhänger

Preise steigen, Helfer fehlen: Das harte Geschäft mit Weihnachtsbäumen

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Weihnachtsbäume werden dieses Jahr teurer. Denn es gibt nicht mehr genügend Saisonarbeiter, die auf den Weihnachtsbaumplantagen helfen. Die Weihnachtsbaumproduzenten arbeiten aktuell auf Hochtouren. Der Verkauf hat bereits begonnen. Auch in der Weihnachtsbaumschonung bei Eberhard Hennecke in Sundern im Hochsauerlandkreis geht es jetzt in die heiße Phase.

Die Kettensäge röhrt. Eberhard Henneckes rumänischer Vorarbeiter fällt eine Nordmanntanne nach der anderen. Jeder Baum auf der Plantage, der ein orangenes Flatterband trägt, muss heute fallen. Diese Bänder kennzeichnen die Bäume, die Hennecke als Premiumqualität bezeichnet.

Erste Ernte im September

Auf etwa 300 Hektar baut sein Betrieb die Saisonware an. "Wir haben vor allem Nobilistannen", sagt der Sauerländer. "Die vermarkten wir als Schnittgrün, zum Beispiel für Gestecke."

Die ersten Lkw mit den Zweigen wurden schon im September Richtung Polen geschickt. Von dort kamen sie als Kränze und Gestecke für Allerheiligen und Totensonntag wieder zurück.

Seit Jahren immer weniger Saisonkräfte

In der Tannenbaumschonung, in der die Nordmanntannen geschlagen werden, ist Hennecke heute mit fünf Männern aus Rumänien beschäftigt. Dazu kommt ein weiterer, der die Tannen mit einem Traktor zum Hof bringt. Wie bei vielen anderen Produzenten im Sauerland herrscht auch hier Fachkräftemangel.

"Die Zeiten, in denen Saisonkräfte nur Mindestlohn bekamen, sind lange vorbei!" Eberhard Hennecke, Weihnachtsbaumproduzent

Immerhin, ein Mitarbeiter hat in diesem Jahr zum ersten mal seinen Sohn mitgebracht. Das macht dem Weihnachtsbaumproduzenten Hoffnung. Denn, auch das gibt er offen zu: "Die Arbeit in der Schonung ist anstrengend und hart."

Das wird deutlich, als es zu schneien beginnt. Zusammen mit dem kalten Wind wird es jetzt richtig ungemütlich.

Preise steigen, Helfer fehlen: Das harte Geschäft mit Weihnachtsbäumen

WDR Studios NRW 20.11.2025 00:42 Min. Verfügbar bis 21.11.2027 WDR Online

Der Adventsbaum wird zum Trend

Zwei Personen und eine Landmaschine stehen zwischen Tannenbäumen

Immer mehr Weihnachtsbäume werden benötigt, immer weniger Arbeiter gibt es.

Eine Pause gibt es für die Männer trotzdem nicht. Sie müssen sich ranhalten, denn in den nächsten Tagen beginnt der Verkauf. "Immer mehr Familien kaufen sich spätestens zum ersten Advent einen Baum", sagt Hennecke. Der stehe oft im Vorgarten oder auf dem Balkon. Zum Weihnachtsfest gebe es dann einen zweiten Baum fürs Wohnzimmer.

Gefällte Tannen liegen aufgestapelt in einem Lager

Der Verkauf startet jetzt in den Baumärkten und Weihnachtsmärkten.

Auf dem Hof des Weihnachtsbaumbetriebs wird ebenfalls mit Hochdruck gearbeitet. Tannengrün wird gebunden und Paletten werden beladen. Eine geht in den nächsten Tagen in die Schweiz. Die meisten bleiben aber in der Region. Sie werden an Verkäufer geliefert, die zum Beispiel auf Weihnachtsmärkten stehen.

Der Weihnachtsbaum ist ein emotionales Erlebnis

Der größte Teil der Arbeit ist bei den Produzenten Mitte Dezember erledigt. Die meisten Saisonkräfte fahren wieder nach Hause.

Dann kehrt auch bei Familie Hennecke etwas Ruhe ein. Und auch sie freuen sich dann, obwohl alle das ganze Jahr an und mit den Weihnachtsbäumen arbeiten, auf eine festlich geschmückte Tanne im Wohnzimmer.

Harte Arbeit hat ihren Preis

Für eine Nordmanntanne aus dem Sauerland werden Verbraucher in diesem Jahr zwischen 23 und 30 Euro pro laufendem Meter bezahlen müssen.

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter vor Ort
  • Interview mit Eberhard Hennecke

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