Seltene Wildbirne: Neue Samenplantage in Arnsberg für NRWs Wälder
01:44 Min.. Verfügbar bis 13.03.2028.
Mehrere Medienleute mit Kameras und Mikrofonen scharen sich am Freitagvormittag um die NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen. Mit einem Spaten in der Hand lächelt sie in die Kameras. Der eigentliche Star ist aber das etwa hüfthohe Bäumchen neben ihr: Eine Wildbirne.
Ihre Früchte schmecken zwar nicht besonders gut, aber die Wildbirne hat großes Potenzial. Denn sie verträgt hohe Temperaturen und mag trockene Böden. Mit Blick auf den Klimawandel also ein idealer Baum für den Wald der Zukunft. "Ein Hoffnungsträger", so nennt es die Ministerin.
Seltene Baumart mit viel Potenzial für NRWs Wälder
Das Problem: Die Wildbirne ist sehr selten in NRW, der Baum gilt als gefährdet. Das will das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft ändern: Mit einer neuen Samenplantage in Arnsberg-Obereimer. Hier sollen bald 160 Wildbirnen wachsen, um hochwertiges Saatgut zu produzieren.
Wir schaffen die Grundlage für die Wildbirne. Denn aus den Samen können wir junge Pflanzen ziehen, die wir in den Wäldern NRWs wieder ausbringen. Dr. Marius Zimmermann, Zentrum für Wald und Holzwirtschaft NRW
Saatgut für Waldbesitzer und Baumschulen
Bei Minusgraden lagern viele verschiedene Samensorten im Zentrum für Wald und Holzwirtschaft NRW in Arnsberg.
Noch sind die Wildbirnen ganz klein. Aber in rund zehn Jahren werden sie die ersten Früchte tragen. Und in denen keimt das Potenzial für Tausende neue Wildbirnen in NRWs Wäldern. Die Samen werden dann bei Minusgraden in Arnsberg gelagert. Aus ihnen können Baumschulen junge Wildbirnen ziehen, die Waldbesitzer dann kaufen und pflanzen sollen.
Bis dahin wird es zwar noch ein gutes Jahrzehnt dauern. Die Wildbirnen müssen erstmal kräftig wachsen. Aber mit ihnen sprießt in Arnsberg die Hoffnung auf einen gesunden Wald der Zukunft.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporterin vor Ort
- Zentrum für Wald und Holzwirtschaft NRW
Sendung: WDR 2 Südwestfalen, Lokalzeit, 13.03.2026, 11.31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 13.03.2025,19:30 Uhr