Beispielsweise werden kleine und kompakte Bikes mit Elektroantrieb aktuell stark nachgefragt, unter anderem von Pendlern.
Bernd Voss stellt sich auf die neuen Fahrrad-Trends ein
Nach der Corona-Zeit waren Fahrräder und Ersatzteile noch länger Mangelware. Dann wurde international einfach zu viel produziert. Und bei Lastenrädern sind bestimmte Förderungen ausgelaufen. Das spüren auch Händler in Münster.
"Der Markt ist noch relativ voll von aktueller, oder auch Vorjahresware, so dass es hier auch zu Preisstürzen kommt, das merken wir hier sehr stark." Bernd Voss, Velofaktur Münster
Der harte Preiskampf hat manchen Händler bereits wirtschaftlich in die Knie gezwungen. Innungs-Obermeister Georg Weigang aus Münster berichtet von Insolvenzen. Die Erholung lasse noch auf sich warten. Aber sie komme bald, sagt der Fachmann.
Leasing macht teure Räder erschwinglich
Ein wichtiges Thema sei Leasing. Denn vor allem Lastenräder oder auch die "SUVs" unter den Bikes mit großen Akkus und breiten Reifen sind teuer. Dabei hilft, dass manche Arbeitgeber sich an den Leasing-Kosten ihrer Mitarbeiter beteiligen.
Auch bei Lastenrädern ist Kompaktheit Trend
Doch auch "Bio-Bikes", also Fahrräder ohne E-Antrieb, bleiben in Münster gefragt. Besonders die sportlichen Varianten, so genannte "Gravel Bikes". Neben kleinen und kompakten Rädern machen sie den Händlern aktuell Hoffnung. Teilweise gebe es schon Lieferengpässe, sagen sie.
Unsere Quellen:
- Umfrage unter Händlern in Münster
- Gespräch mit Georg Weigang, Innungs-Obermeister
- Gespräch mit Bernd Voss, Fahrradhändler in Münster
- Beobachtungen des Reporters vor Ort
Sendung: WDR 2 Münster, Lokalzeit, 11.03.2026, 16.31 Uhr