Bei der Zersetzung der Abfälle entstehen auf der Zentraldeponie in Olpe klimaschädliche Gase. Zurzeit werden diese in ein Blockheizkraftwerk geleitet, das daraus Strom erzeugt.
Das wird aber nicht mehr lange so sein, schreibt der Kreis Olpe in einer Pressemitteilung. "Mit zunehmender Ablagerungsdauer verringert sich die Produktion des Deponiegases soweit, dass eine wirtschaftliche Verwertung nicht mehr möglich ist."
"Aerobe In-situ-Stabilisierung"
Deshalb hat die Kreisverwaltung vorgedacht und in ein Verfahren investiert, das Luft in den großen Müllhaufen bläst. Der Sauerstoff verhindert die Entstehung von Methan und wandelt die Abfälle in weniger schädliche Stoffe um.
Laut der Kreisverwaltung werden so in zehn Jahren etwa 212.500 Tonnen CO2 eingespart. "Diese Menge entspricht im gleichen Zeitraum dem CO2-Ausstoß von 20.500 Autos", rechnet sie vor.
In ein bis zwei Jahren könnte es losgehen
Die Umbauarbeiten sind schon abgeschlossen. Knapp 3,3 Millionen Euro hat die Investition gekostet. 60 Prozent davon hat der Bund übernommen.
Unsere Quellen:
- Kreis Olpe
- Recherchen des WDR-Reporters