Die Sankt-Petronilla-Gemeinde in Münster will sich von zwei ihrer Kirchen trennen. Wie die Gemeinde mitteilte, betrifft das die Sankt-Josef-Kirche in Münster-Gelmer und die St.-Mariä-Himmelfahrt-Kirche im Stadtteil Dyckburg.
Bei der Kirche in Gelmer müsste das Dach erneuert werden. Aber die Sanierung ist wirtschaftlich nicht vertretbar, sagt das Bistum Münster. Was nun aus dem Gebäude wird, ist noch unklar. Jedenfalls wird es nicht mehr als Kirche genutzt.
Die schmucke kleine Kirche im Stadtteil Dyckburg wird laut Bistum an die Rumänisch-Orthodoxe Metropolie für Deutschland verkauft.
Bistum kündigt weitere Schließungen an
Für die Gemeindemitglieder sind solche Kirchenschließungen sicher nicht einfach. Aber es gibt immer weniger Menschen, die der Kirche angehören und damit auch Kirchensteuern zahlen. Gleichzeitig steigen die Kosten für die Instandhaltung und den Betrieb der Gotteshäuser. Das betrifft alle Pfarreien.
Ein Bistumssprecher hat dem WDR bestätigt, das in Zukunft noch weitere Kirchen aus dem Bistum Münster schließen werden.
Bistum Münster lässt Bestand prüfen
Die Frage ist nun, wie viele es letztlich treffen wird. Um das heraus zu bekommen, hat das Bistum eine Immobilien-Bestands-Erhebung auf den Weg gebracht. Damit soll unter anderem der Zustand aller Gebäude erfasst werden.
Die Ergebnisse sollen Anfang 2027 vorliegen. Dann wird klar sein, wie hoch die Kosten für die Sanierung der Häuser sind. Und auf dieser Basis will das Bistum entscheiden, wo vielleicht weitere Gemeinden zusammen gelegt werden und welche Kirchen aus wirtschaftlichen Gründen besser aufgegeben werden.
Unsere Quelle:
- Bistum Münter