Geflügelpest in Delbrück: Tausende Legehennen getötet
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In einem Betrieb im Kreis Paderborn ist die Geflügelpest zum ersten Mal nach zweieinhalb Jahren wieder ausgebrochen. Um die Ausbreitung zu verhindern, mussten in dem betroffenen Stall in Delbrück-Lippling bereits mehr als 10.000 Legehennen getötet werden.
Das Friedrich-Löffler-Institut als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit bestätigte den Fall. Ob weitere Betriebe betroffen sind, steht bislang noch nicht fest.
Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet
Das Kreisveterinäramt Paderborn hat am Dienstag (30.09.2025) eine Schutzzone von drei Kilometern und eine Überwachungszone von zehn Kilometern eingerichtet. Da die Stadt Delbrück nah am Kreis Gütersloh liegt, reichen die Schutzzonen auch in diesen Kreis hinein. Der exakte Bereich der Schutz- und Überwachungszonen kann auf der Website des Kreises Gütersloh eingesehen werden.
Transport-Verbot und Stall-Pflicht
Vor allem Hühnerhalter müssen in den beiden Zonen strenge Vorschriften beachten: Unter anderem dürfen Geflügel oder Futter nicht aus oder in Betriebe gebracht werden. Darüber hinaus müssen Tiere, die sonst draußen leben, in Ställen gehalten werden. So soll verhindert werden, dass Wildvögel sich mit der Geflügelpest infizieren. Außerdem gibt es strenge Vorschriften für die Stallhygiene.
Der Paderborner Landrat Christoph Rüther appelliert an Geflügelhalter in den betroffenen Bereichen. "Ich bitte alle Tierhalter eindringlich, ihre Tiere sorgfältig zu beobachten und bei Verdacht sofort ihren Tierarzt einzuschalten und unsere Veterinäre zu kontaktieren."
Wir müssen in dieser Situation alles tun, um unsere Geflügelbestände zu schützen. Christoph Rüther
Landrat Paderborn
Keine Ansteckungsgefahr für Menschen
Für Menschen stellt die Geflügelpest im Normalfall keine Bedrohung dar. In Deutschland hat sich bisher noch kein Mensch mit der Geflügelpest angesteckt. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) hat bislang keine Daten, dass man sich über Lebensmittel mit der Geflügelpest anstecken kann.
Trotzdem wolle das Amt das Risiko nicht ausschließen. Ein Tipp des BfR ist deshalb, Geflügelfleisch getrennt von Lebensmitteln aufzubewahren, die nicht mehr gekocht werden.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Stadt Paderborn
- Pressemitteilung der Stadt Gütersloh
- Bundesamt für Risikobewertung