Nach Brand in Lippstädter Hochhaus: Bewohnerin soll Feuer gelegt haben
02:00 Min.. Verfügbar bis 05.02.2028.
Nachdem es am Mittwochnachmittag in einer Wohnung in der sechsten Etage eines Mehrfamilienhauses gebrannt hat, haben sich Ermittler zur möglichen Brandursache geäußert. Nach den aktuellen Erkenntnissen soll eine 46-Jährige den Brand in der Wohnung gelegt haben.
Mitarbeiterinnen von Quartierszentrum helfen
Als das Feuer ausbricht, ist Sarah Rode-Hutskors eine der ersten, die helfen. Sie arbeitet im Quartierzentrum im Erdgeschoss des Hauses und kennt viele Familien in diesem Haus. Für sie war schnell klar. "Ich muss jetzt die rausholen, die ich noch rausholen kann."
Sarah Rode-Hutskors und Ute Stockhausen gehörten zu den ersten, die halfen
Sie klingelt die Leute aus ihren Wohnungen und versucht Ruhe zu bewahren. Ebefalls zu Hilfe eilt ihre Kollegin Ute Stockhausen. Sie kümmert sich auch um einen Jungen, dessen Eltern noch in der Wohnung sind und auf die Rettung durch die Feuerwehr warten:
In dem Moment schaltet man einfach auf Autopilot. Da macht man einfach und guckt, dass die Menschen mit ihren Sorgen nicht alleine sind. Ute Stockhausen
Mehrere Bewohner mit Drehleiter befreit
Feuerwehr und Polizei treffen schnell ein, retteten gemeinsam die Bewohner aus dem brennenden Haus. Einige von ihnen konnten nur über eine Drehleiter befreit werden.
Neun Verletzte kamen ins Krankenhaus. Darunter ein Feuerwehrmann, der einen Kreislaufzusammenbruch hatte, und die Tatverdächtige. Sie wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen und wurde am Mittag dem Haftrichter vorgeführt.
Mehrere Wohnungen unbewohnbar
Lippstadts Bürgermeister Alexander Tschense war kurz nach dem Brand bei den Opfern. "Sehr eindrücklich war das Bild eines Kindes, das auf dem Schoß seiner Mutter saß und am Weinen war. Weil es natürlich überhaupt nicht einordnen kann, was da jetzt passiert und was auch mit ihm passiert", beschreibt Tschense seinen Eindruck.
20 Menschen, die vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren konnten, sind größenteils bei Freunden und Verwandten unterkommen.
"Das ist, glaube ich, nach diesem wirklich verstörenden Ereignis wirklich auch wichtig, dass man jetzt eine vertraute Umgebung hat, in der man sich wirklich auch wohl fühlt." Alexander Tschense, Bürgermeister Lippstadt
Die Stadt selbst nahm sich zwei Personen an, die Hilfe bei der Unterbringung brauchten.
Unsere Quellen:
- Polizei Lippstadt
- Feuerwehr Lippstadt
- Bürgermeister Alexander Tschense
Sendung: WDR 2 Südwestfalen, Lokalzeit, 05.02.26, 14:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 05.02.2026, 19:30 Uhr