Gut ein Jahr ist das Spiel in der Kreisliga C bereits her: Am 03.11.2024 empfing der FSV Bad Wünnenberg-Leiberg den SV Büren. Kurz vor Ende der Partie steht es 0:3. Das Spiel ist also eigentlich längst entschieden. Doch dann kommt es in der 82. Minute zu der Szene, die heute (07.01.2026) ein gerichtliches Nachspiel hat.
Grätsche führt zu Beinbruch
Ein Stürmer des SV Büren ist auf dem Weg zum Tor. Das 0:4 hat er quasi auf dem Fuß. Doch dann rennt der Torwart aus Bad Wünnenberg aus seinem Kasten und grätscht den Stürmer um. So sieht es jedenfalls der Schiedsrichter. Gegen den Torwart zieht er rot. Der Stürmer bleibt schwer verletzt liegen.
Verlängerung vor Gericht
Jetzt geht das Spiel sozusagen in die Verlängerung. Denn der Stürmer aus Büren hat den Torwart aus Bad Wünnenberg vor dem Landgericht Paderborn auf 25.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Bei dem Foul wurden ihm das Schien- und Wadenbein gebrochen. Zwei Wochen lag er im Krankenhaus und musste sich insgesamt viermal operieren lassen.
Landgericht Paderborn entscheidet
Die 3. Zivilkammer des Landgerichts Paderborn soll den Sachverhalt nun aufklären. Die Kammer muss entscheiden, ob der Stürmer überhaupt Anspruch auf Schmerzensgeld hat und falls ja, in welcher Höhe. Die Richter haben mehrere Zeugen geladen: Den Schiedsrichter, die Trainer und einige Zuschauer. Ob heute (07.01.2026) bereits ein Urteil gesprochen wird, ist allerdings noch nicht klar.
Unsere Quellen:
- Landgericht Paderborn
Sendung: WDR.de, Fußball-Stürmer aus Büren verlangt 25.000 Euro Schmerzensgeld, 07.01.2025, 06:31 Uhr.
Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 07.01.2026, 07:31 Uhr
