In Nettetal ist heute Nacht ein Kellerbrand in einem fünfgeschossigen Mehrfamilienhaus ausgebrochen. Die Feuerwehr war von 3:30 Uhr bis 8 Uhr morgens mit drei Löschzügen vor Ort und konnte 24 Personen über das Treppenhaus nach draußen führen. Verletzt wurde niemand.
Bewohner zunächst in Feuerwache betreut
Nach dem Brand ist das Wohnhaus in Nettetal verraucht und verrußt.
Die Bewohner wurden zunächst in der nahegelegenen Feuerwache betreut, so ein Sprecher. Das DRK übernahm dort die Versorgung mit Kaffee und Brötchen. Für alle, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnten, sucht die Stadt Nettetal jetzt Unterkünfte.
Brandursache muss noch ermittelt werden
Die Brandursache muss noch ermittelt werden, mit einem Ergebnis wird laut Polizei erst am Donnerstag gerechnet. Da der Hausflur des mehrgeschossigen Gebäudes stark verraucht ist, können die Bewohner noch nicht in ihre Wohnungen zurückkehren.
Aufregende Nacht für Bewohner
Yannik Wilmot ist einer der Bewohner, der seine Wohnung verlassen musste. Sein Vater ist bei der Feuerwehr und wurde zu dem Einsatz alamiert. "Ich habe meinen Sohn im Schulungsraum angetroffen und dann direkt mit nachhause genommen. Da konnte er sich erstmal hinlegen und ein bisschen schlafen", sagt Leonardus Wilmot. Er selbst ist vor Ort geblieben, um weiterhin sein Team bei den Aufräumarbeiten zu unterstützen.
Yannick Wilmot, Bewohner des Hauses in Nettetal, und sein Vater Leonardus von der Feuerwehr
"Ich habe nur das, was ich am Mann hatte. Nichtmal eine Zahnbürste. Ich bin froh, dass meine Tochter nicht da war. Aber das war schon ein Schock. Zum Glück ist keiner verletzt worden, das ist das Wichtigste." Yannick Wilmot
Bewohner können erstmal nicht mehr zurück
Laut Feuerwehr werden die Wohnungen voraussichtlich erst in ein bis zwei Wochen wieder nutzbar sein. Die meisten Bewohner können bis dahin bei Familie und Freunden unterkommen. Allerdings sucht die Stadt noch nach Unterkünften für acht Personen, unter anderem für eine sechsköpfige Familie. Sie soll vermutlich in einer Jugendherberge untergebracht werden.
Unsere Quellen:
- Feuerwehr Nettetal
- Pressestelle der Kreispolizei Viersen
- Informationen des Reporters vor Ort
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 19.05.2026, 7.31 Uhr