Der goldene Hammer, mit dem traditionell zur Eröffnung der Pilgersaison auf die Basilika-Pforte geschlagen wird
Die Wallfahrt in Kevelaer ist fast 400 Jahre alt. Trotzdem soll sich der Ort jung und einladend präsentieren. Rund 40 Mitarbeitende packen dafür mit an. Zum Team gehören Priester, Küsterinnen, Büro- und Reinigungskräfte, aber auch Handwerker wie Schreiner, Elektriker und Metallbauer.
Gabelstapler, Kehrmaschine, Hebebühne: Viele Gerätschaften hat sich das Wallfahrtsteam über die Jahre angeschafft.
Die Liste der Aufgaben ist lang. Jedes Jahr kommen mehrere Hunderttausend Pilger. "Sie sollen sich willkommen und wohl fühlen", sagt Wallfahrtsrektor Stefan Dördelmann.
Vom Kapellenplatz bis hoch in den Turm
Deshalb wird gearbeitet: Auf dem Kapellenplatz wird gefegt, Blumenkübel werden bepflanzt und Kirchen gründlich gereinigt. Gelb-weiße Fahnen schmücken den Ort. Auch im Turm der Basilika gibt es Neues: Handwerker bauen vier rote Türen ein, die in alle Himmelsrichtungen zeigen. Jede Tür hat eine Luke für Fahnenmasten. Kerzen werden geprüft, Vorräte aufgefüllt. Auch das gehört zu den letzten Vorbereitungen.
Ein Segen: eigener Fuhrpark und Livestream
Gabelstapler, Kehrmaschine, Hebebühne, viele Gerätschaften hat sich das Wallfahrtsteam über die Jahre angeschafft. Mit einer Hebebühne montiert ein Elektriker eine neue Kamera auf dem Platz. Sie liefert Bilder von Basilika und Gnadenkapelle, auch per Livestream.
Wallfahrtsrektor Stefan Dördelmann bereitet die Wallfahrt vor.
Im Freien werden Bänke vor der Gnadenkapelle aufgestellt. Ihre Fensterläden erhalten noch eine letzte Ölung, damit sie am 1. Mai geräuschlos aufgehen. Auch von draußen können Pilger dann wieder aufs Marienbildchen schauen, das hängt in der Kapelle, hinter Panzerglas; fast 400 Jahre alt, nicht mal Postkarten groß.
"Dass aus so etwas Kleinem so Großes werden konnte - das hat der liebe Gott so gewollt." Wallfahrtsrektor Stefan Dördelmann
Begehbarer Kleiderschrank und Safe mit Goldenem Hammer
Besonders wichtig ist ein Gegenstand im Safe: der sogenannte Goldene Hammer. Er ist zwar nur aus Messing, hat aber große symbolische Bedeutung. Mit ihm eröffnete Johannes Paul II. 1987 die Pilgersaison. In diesem Jahr übernimmt das Udo Markus Bentz, Erzbischof aus Paderborn.
Die Basilika in Kevelaer
Jetzt heißt es fürs Team nur noch: Beten, dass alles läuft wie geplant.
Unsere Quellen:
- Offizielle Angaben der Wallfahrt Kevelaer
- Interview mit Wallfahrtsrektor Stefan Dördelmann
Sendung: WDR.de, Letzte Vorbereitungen in Kevelaer: Goldener Hammer eröffnet Pilgersaison, 30.09.2026, 06:00 Uhr