Fake-Anruf löst Großeinsatz in Rees aus
Aktuelle Stunde . 13.06.2026. 19:48 Min.. UT. Verfügbar bis 13.06.2028. WDR. Von Kai Toss.
Großeinsatz nach Fake-Anruf : Junge angeblich in Rhein bei Rees gefallen
Stand:
In der Nacht von Freitag auf Samstag hat ein so genannter Fake-Anruf Retter und Ermittler im Kreis Kleve auf den Plan gerufen. Ein angeblich 14-jähriger Junge meldete per Notruf, dass sein Freund bei Rees in den Rhein gestürzt sei.
Die Angaben des Anrufers waren sehr konkret: Er gab an, dass sein Freund in Höhe eines Cafés bei Rees in den Rhein gefallen sei. Die Wasserschutzpolizei, ein Hubschrauber und zahlreiche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr eilten zum angeblichen Unfallort.
Viele Kräfte im Einsatz
Rund 50 Feuerwehrleute waren an dem Einsatz beteiligt. Dazu noch 20 der DLRG sowie ein Löschboot der Feuerwehr Duisburg und eines aus dem niederländischen Appeldoorn.
"Das war einfach nur boshaft und kriminell." Stefan Sparberg, Polizei Kreis Kleve
Laut Polizei gaben Angler vor Ort an, nichts gesehen oder gehört zu haben. Auch die angegebene Adresse des Anrufers stimmte nicht. Kurios war für die Ermittler von Anfang an, dass der Notruf bei der Polizei in Kassel einging.
Polizeisprecher hofft, wahren Anrufer ermitteln zu können
Auf WDR-Anfrage teilte Stefan Sparberg von der Kreispolizeibehörde in Kleve mit, dass bei dem Fakeanruf eine Nummer übermittelt worden sei. Nun würden die Ermittlungen beginnen, die Identität des Anrufers aufzuklären.
Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen eines missbräuchlichen Notrufes: "Das war einfach nur boshaft und kriminell und wir sind positiv gestimmt, den Täter ermitteln zu können." Ihm Falle einer Verurteilung stehen eine Geldstrafe oder eine Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr im Raum.
Unsere Quellen:
- Kreispolizeibehörde Kleve
- Freiwillige Feuerwehr Rees
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, WDR aktuell, 13.06.2026, 12 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 13.06.2026, 18.45 Uhr