Neues Affenhaus im Krefelder Zoo

00:32 Min. Verfügbar bis 05.09.2027

Neues Affenhaus im Krefelder Zoo

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Noch fehlt der letzte Feinschliff, aber im Prinzip ist der erste Abschnitt des neuen Affenhauses im Krefelder Zoo fertig. Geschätzte Kosten: zwölf Millionen Euro. Das Ergebnis: ein neues Warmhaus, mit großzügigem Außenbereich für die Schimpansen.

Von Alexander Schwinning

"Hier fehlen nur noch ein paar Seile und Klettermöglichkeiten", erzählt Zoo-Direktorin Stephanie Markowski. "Das kommt alles in den nächsten Wochen."

Mehr zu sehen, mehr Pädagogik

Blick auf Klettermöglichkeiten aus Holz outdoor

Das Affenhaus in Krefeld bietet den Bewohnern und Besuchern viele neue Möglichkeiten der Interaktion

In dem Warmhaus werden die Schimpansen getrennt von Gorillas und Mangaben untergebracht. Die Zoo-Direktorin verspricht völlig neue Einblicke in das Leben der Tiere: "Die Besucher können dann zum Beispiel die Pfleger beim medizinischen Training beobachten." Auch auf Pädagogik wird großen Wert gelegt. Auf großen Bildschirmen sollen Informationen laufen, Schulklassen sind herzlich willkommen.

Happy End für Bally und Limbo

Die ersten Bewohner der neuen Anlage werden Bally und Limbo sein. Die beiden sind die einzigen Überlebenden der Brandkatastrophe in der Neujahrsnacht 2020. Damals hatte eine Himmelslaterne einen Brand im alten Affenhaus ausgelöst.

Blick auf Klettermöglichkeiten aus Holz indoor

Geplant sind 2030 weitere Bauabschnitte, auch für die Unterbringung von Orang-Utans

Über 50 Tiere, darunter Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen, waren dabei umgekommen. Im Oktober sollen Bally und Limbo einziehen. Wann genau – ein Geheimnis. "Aber die beiden üben schon fleißig", verrät Zoo-Direktorin Stephanie Markowski. Und zwar mit einer Transportbox, in die die beiden gelockt werden, damit sie nicht betäubt werden müssen.

Noch weitere Projekte sind 2030 geplant

Für die Verantwortlichen geht der Blick nach vorne: "Ich freue mich riesig, dass es bald so weit ist", meint auch Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD). "Schwer vorstellbar, dass der Brand gerade mal fünf Jahre her ist."

Blick auf das Gebäude

Doch das neue Affenhaus in Krefeld wird von Tierschützern kritisiert

Und es soll weiter gebaut werden. Denn der neue "Menschenaffen-Wald" ist nur der erste Bauabschnitt. Zwei weitere sind geplant, auch Orang-Utans sollen dann wieder nach Krefeld zurückkehren. 2030 soll es so weit sein.

Kritik von Tierschützern

Obwohl die neue Anlage größer und moderner werden soll, wird sie schon jetzt von Tierschützern kritisiert. Anlässlich des Richtfests sagte PETA-Referentin Yvonne Würz: "Den Tieren wird dort weiterhin alles vorenthalten, was natürlich und wichtig ist. Ein Zoo ist und bleibt nichts anderes als ein Gefängnis."

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter vor Ort
  • Zoo-Direktorin Stephanie Markowski
  • Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer

Über dieses Thema berichten wir am Dienstag, 05.09.2025 auch im Fernsehen in der WDR Lokalzeit aus Düsseldorf um 18:09 Uhr.

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