Ottmarsbocholt: Ärger um Lautstärke von Windrädern
01:44 Min.. Verfügbar bis 05.11.2027.
Kathrin Möllers hat aus ihrem Garten freie Sicht auf die Windräder. Sie sind seit Juli in Betrieb. Und sie rauben ihrer kleinen Familie den Schlaf, trotz geschlossener Fenster und Dreifachverglasung.
Es fühlt sich so an, als wäre man auf einem Flughafen. Als würde gerade ein Flugzeug starten. Kathrin Möllers
Rund 250 Menschen haben bereits eine Online-Petition unterschrieben. Sie behaupten, die Windräder seien lauter als es zulässig ist. Das überprüft nun der Kreis Coesfeld. Er hat ein belastbares Schallgutachten in Auftrag gegeben.
Bis die Daten ausgewertet sind, wird es aber noch einige Wochen dauern. Erst bei einem klaren Verstoß sieht der Kreis eine Handhabe. Zum Beispiel könnte er dann in die Wege leiten, dass die Anlagen nachts abgeschaltet werden müssen. Bei der Behörde haben sich schon viele Menschen beschwert.
Pro und Contra im Dorf
Kathrin Möllers fühlt sich um den Schlaf gebracht
Das Thema wird in Ottmarsbocholt kontrovers diskutiert. Kathrin Möllers sagt: „Es gibt viele Betroffene im Dorf. Es wird auch viel darüber gesprochen, wenn man sich untereinander hier so trifft. Das Thema Windkraft ist immer ein Thema.“ Allerdings stören sich hier auch nicht alle an den neuen Anlagen.
WhatsApp-Gruppe von Schallgeplagten
In einer WhatsApp-Gruppe haben sich mehr als 200 Betroffene zusammengeschlossen. Sie hatten den Kreis Coesfeld eigentlich aufgefordert, bis Mittwoch (5. November) zu handeln. Doch der Kreis sieht sich selbst machtlos, solange nicht rechtssicher nachgewiesen ist, dass der Lärmpegel der Anlagen zu hoch ist.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort
- Anwohner
- Kreis Coesfeld
Über dieses Thema berichten wir am 5. November 2025 auch im WDR Fernsehen: Lokalzeit Münsterland, 19.30 Uhr.